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Prozessauftakt: Pooth muss wohl zahlen

Heute begann vor dem Düsseldorfer Landgericht der Zivilprozess gegen Franjo Pooth. Es sieht so aus, als müsste der Ehemann von Werbestar Verona Pooth zumindestens zum Teil für die Millionenpleite seiner insolventen Firma Maxfield geradestehen.

Franjo Pooth droht eine Niederlage im ersten Prozess wegen der Pleite seines Unternehmens Maxfield. In einer vorläufigen Bewertung kam das Düsseldorfer Landgericht zu dem Ergebnis, dass zumindest 1 Million der 1,8 Millionen-Euro-Forderung der Commerzbank begründet ist. Pooth hatte für einen Kredit des Bankhauses an sein Unternehmen persönlich gebürgt und wird von der Bank nun in die Pflicht genommen. Einen Vergleich lehnte das Geldhaus angesichts der Bewertung der zuständigen Richterin ab.

Wegen der Maxfield-Pleite ist der Ehemann von Verona Pooth auch ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Seit Februar wird gegen ihn wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und Bestechung ermittelt. Das Unternehmen soll Mitte 2007 bereits insolvenzreif gewesen sein, angemeldet wurde die Pleite erst im Januar 2008. Zudem soll Pooth Sparkassenmitarbeitern teure Geschenke gemacht haben, um hohe Kredite zu bekommen. Im Mai erstattete der 38-Jährige Selbstanzeige beim Finanzamt, weil er offenbar bei den Steuern trickste.

Eine weitere Klage gegen Pooth soll nach Angaben der Sprecherin im März verhandelt werden: Dann geht es um die Forderung der Sparkasse Düsseldorf, die den Unternehmer ebenfalls als Bürgen in Anspruch nehmen will. Insolvenzverwalter Michael Bremen hatte die Forderungen aller insgesamt 461 Gläubiger von Maxfield im Mai auf knapp 27 Millionen Euro beziffert.

Pooth selbst war am ersten Prozesstag nicht dabei. Er wurde zwar geladen, seine Anwesenheit war jedoch nicht zwingend notwendig. Es habe für Pooth "keinen Bedarf" gegeben zu kommen, sagte sein Anwalt Horst Pfaff, der ihn vertrat. Das Urteil in diesem Prozess soll am 28. Oktober verkündet werden.

AP/DPA / AP / DPA