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Robert Redford wird 75 Schön, klug und bodenständig


Kein Allüren, keine Skandale, keine peinlichen Filme. Robert Redford hat das Beste aus dem Hollywoodstar-Dasein gemacht. Und wird er auch noch in aller Würde 75 Jahre alt.

Bevor Robert Redford zum Oscar-prämierten Regisseur und Sundance-Festival-Gründer wurde, war er als talentierte Augenweide in Filmen wie "Butch Cassidy and the Sundance Kid" (1969) das Sexsymbol der 70er Jahre. Am Donnerstag, 18. August, wird der Ausnahmestar 75 Jahre alt.

Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen in Kalifornien, versuchte sich Redford als Baseballprofi, Maler und Arbeiter auf dem Ölfeld, bevor er mit Ende 20 seine Leidenschaft für das Schauspiel entdeckte. Zum Glück. Stellen Sie sich mal "Der Clou" (1973) ohne Redford vor. Einer seiner größten Erfolge war das Liebesepos "So wie wir waren" (1973) an der Seite von Barbra Streisand. In dem Film war Redford - ganz wie im wahren Leben - zwar bildschön, aber auch schlau, kämpferisch und politisch engagiert.

Unterstützung des unabhängigen Kinos

In Alan J. Pakulas "Die Unbestechlichen" (1976) spielten Redford und Dustin Hoffman Zeitgeschichte: Der Film handelt von der Watergate-Affäre um US-Präsident Nixon. Redford war hier erstmals auch Filmproduzent. Sein Regiedebüt gab Redford 1980 mit dem Sozialdrama "Eine ganz normale Familie" und gewann auch gleich einen Oscar.

Auch "Jenseits von Afrika" (1985) sammelte Goldjungen ein. Sydney Pollack führte Regie. Der Liebesfilm, in dem neben Redford Meryl Streep und Klaus Maria Brandauer glänzten, war ein großer Publikumserfolg. Als ideologisch überfrachtet bei gleichzeitiger Idyllisierung war "Der Pferdeflüsterer" kein Kritikerliebling. Doch das Publikum sah das anders. Redford spielte die Hauptrolle und führte Regie.

Bei den 74. Academy Awards im Jahr 2002 überreichte Barbra Streisand ihrem Kollegen einen Ehren-Oscar für seine 40 Jahre umspannende Karriere und Redfords Unterstützung des unabhängigen Kinos. 1980 hatte er in Utah das Sundance Institute gegründet - zur Förderung unabhängiger Filmemacher und ihrer Werke. Seit 1984 findet unter seinem Vorsitz alljährlich das Sundance Film Festival statt, das längst als wichtigster Treffpunkt des amerikanischen Independent-Kinos gilt.

Nächster Film kommt im Sepetember

2007 drehte Robert Redford mit "Von Löwen und Lämmern" einen Politthriller über den "Krieg gegen den Terror". Dafür holte er Tom Cruise und Meryl Streep vor die Kamera. Seine nächste Regiearbeit ist das Historiendrama "Die Lincoln-Verschwörung" mit James McAvoy und Evan Rachel Wood. Filmstart in Deutschland ist der 29. September.

Dem Hollywoodglamour stand Redford von jeher skeptisch gegenüber. Der Schauspieler lebt zurückgezogen im Napa Valley bei San Francisco und in Utah. Seit 1996 ist er mit einer deutschen Malerin liiert. Das Paar heiratete 2009. Aus einer früheren Ehe hat Redford vier Kinder. Wie Meryl Streep ist auch Robert Redford eine Skandal- und Allüren-freie Karriere gelungen. Am 18. August wird der Leinwandstar 75 Jahre alt.

hw/sal

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