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Roddy Alves Coming-out als Transfrau: Human Ken ist jetzt Human Barbie

Rodrigo Alves
Rodrigo Alves vor seinem Coming-out als Transfrau
© Rocco Spaziani/ / Picture Alliance
Bislang kannten wir Rodrigo Alves als menschlichen Ken, doch nun hat sich die Brasilianerin als Transfrau geoutet – und will in Zukunft "Roddy" genannt werden.

"Man kennt mich als Ken, aber innerlich habe ich mich schon immer wie Barbie gefühlt", erzählt Rodrigo Alves der britischen Zeitung "Mirror". In Zukunft wolle sie unter dem Namen Roddy Alves leben. Das Coming-out als Transfrau sei längst überfällig gewesen, so Alves weiter: "Ich habe jahrelang versucht, als Mann zu leben. Ich hatte einen Fake-Sixpack, Fake-Muskeln in meinen Armen – aber ich habe mich nur selbst angelogen. Ich bin eine Frau und hatte schon immer ein weibliches Gehirn. Jetzt passt mein Körper zu meiner Seele."

Bislang war Roddy Alves der breiteren Masse vor allem unter dem Namen "Human Ken Doll" bekannt, hatte laut Medienberichten über 500.000 Pfund ausgegeben, um endlich wie eine Ken-Puppe auszusehen. Noch im November hatte die 36-Jährige sich die künstlichen Bauchmuskeln entfernen und in den Po injizieren lassen. Der britischen "Daily Mail" sagte sie: "Der Sixpack passte einfach nicht zum Rest meines Körpers, das sah albern aus." Außerdem habe sie sich gesorgt, eine falsche Message zu verbreiten, da sie nicht für ihre Muskeln gearbeitet, sondern bezahlt hatte.

Es kommen noch mehr Operationen auf Roddy Alves zu

Um ihren Körper nach dem Coming-out nun der Seele anzupassen, hat Roddy sich bereits Hormoninjektionen geben lassen, die ihr unter anderem zu einer weiblicheren Hüfte verhelfen sollen. Nun folgen eine Brust-OP und eine "Gesichtsverweiblichungsoperation": "Das wird ein kleiner Schnitt in meine Kopfhaut und dadurch kann der Arzt dann meine Stirn neu modellieren, mir ein Augenlifting und ein Gesichtslifting geben", so Roddy im "Mirror"-Interview. Auch den Adamsapfel will sie sich entfernen lassen. Die größte OP wird dann im nächsten Jahr stattfinden: die Geschlechtsangleichung. "Ich lasse eine Penisinversion durchführen und dann werden meine Hoden entfernt. Das ist dann der finale Schritt."

Hinter verschlossenen Türen habe sie bereits die letzten drei Monate als Frau gelebt, erzählt Roddy, doch der Wunsch nach Geschlechtsangleichung sei wesentlich älter und stamme bereits aus ihrer Kindheit in Brasilien, lange bevor sie mit 20 Jahren nach Großbritannien zog. Dem "Mirror" verriet sie: "In der Schule wurde ich gehänselt, weil ich sehr feminin war. Die Jungs spielten Fußball und die Mädchen Volleyball. Ich war eigentlich immer bei den Mädchen."

Bei einem Fotoshooting vor etwa einem Jahr sei sie dann zu dem Schluss gekommen, dass sie als Frau leben wolle und sei seitdem in medizinischer und psychiatrischer Behandlung, die ihr bei dem Prozess helfen soll. 

Quellen: "Mirror", "Daily Mail", "Instagram"

jgs

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