VG-Wort Pixel

Sängerin und Schauspielerin Sarah Engels über ihre Schwangerschaft, ihr Privatleben und ihre neue Karriere als Unternehmerin

Sarah Engels
Sarah Engels hat nach ihrer Hochzeit ihren Nachnamen geändert
© Rolf Vennenbernd / DPA
Sängerin Sarah Engels freut sich auf ihr zweites Kind und hat kürzlich ihren Verlobten Julian Büscher geheiratet. Im Interview mit dem stern spricht sie über die Veränderungen in ihrem Leben.

Frau Engels, herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit und zur Schwangerschaft. Haben Sie sich schon an den neuen alten Nachnamen gewöhnt?

Ja, das ist kein Problem. Tatsächlich trage ich meinen Mädchennamen privat schon seit Längerem wieder. Meinen Künstlernamen habe ich aber erst mit der Hochzeit offiziell geändert. Das war eine bewusste Entscheidung. Ich möchte mich im Spiegel anschauen und sagen: Das bin ich. Die Entscheidung ist für mich absolut richtig und stand nie außer Frage. Und vielleicht kann ich damit auch an andere Frauen ein Signal senden und sie darin bestärken, eigenständig zu sein.

Haben Sie auch überlegt, den Namen Ihres Mannes Büscher anzunehmen?

Natürlich haben wir darüber gesprochen. Aber am Ende war es Julian, der gesagt hat, Engels wird unser Familienname. Er hat da sehr viel Verständnis gezeigt und meinte, Engels sei doch ein sehr schöner Name und unter dem hätte ich schließlich meine Karriere begonnen. Das fand ich eine sehr schöne Geste.

Wie geht es Ihnen während Ihrer zweiten Schwangerschaft und in welchem Monat sind Sie jetzt?

Ich bin Anfang des fünften Monats. Inzwischen geht es mir besser. Gerade am Anfang habe ich sehr stark unter Übelkeit gelitten. Das kannte ich so von meiner ersten Schwangerschaft gar nicht.

Was ist sonst noch anders im Vergleich zur ersten Schwangerschaft?

Eigentlich alles. In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich viel mehr Energie. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich da sechs Jahre jünger war, der Körper merkt das ja schon. Vor allem als es zuletzt so heiß war, hatte ich mit Wassereinlagerungen zu kämpfen. Das kannte ich so auch noch nicht.

In einer Fragerunde auf Instagram haben Sie verraten, dass Sie sehr schnell schwanger geworden sind. Hat Sie das überrascht?

Total. Ich habe erst mit mir gehadert, ob ich diese Frage beantworten soll, weil es ein sehr sensibles Thema ist. Es gibt so viele Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch oder die Fehlgeburten erleiden. Es ist keineswegs selbstverständlich, dass es mit einer Schwangerschaft so schnell klappt. Bei meiner ersten Schwangerschaft hat es auch viel länger gedauert. Ein Kind zu bekommen ist ein Wunder. Das muss man auch zu schätzen wissen.

Wissen Sie bereits, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird?

Ja, wir kennen das Geschlecht und auch unsere Familien sind eingeweiht. Vielleicht verraten wir es auch bald offiziell, weil wir uns einfach zu sehr freuen.

Wie hat Ihr Sohn Alessio auf die Nachricht reagiert, dass er ein Geschwisterchen bekommt?

Er ist jetzt sechs Jahre alt und kommt im August in die Schule. Von daher versteht er schon vieles und freut sich total. Letztens hat er mich gefragt: "Mama, wann spüre ich das Baby das erste Mal?" Ich glaube, für ihn ist das alles sehr aufregend. Ich bin gespannt wie es dann mit dem Neidfaktor wird, wenn noch ein Geschwisterchen da ist. Aber er ist ja schon ein großer Junge und man kann ihm viel erklären.

Sie zeigen auf Instagram sehr offen Eindrücke und Fotos aus Ihrem Privatleben. Was antworten Sie Kritikern, die sagen, Sie würden Ihre Familie vermarkten?

Ich folge bei meinen Postings extrem meinem Bauchgefühl. Mir ist es sehr wichtig, dass ich und auch meine Kinder ein ganz normales Leben führen. Auch wenn ich keine Person des öffentlichen Lebens wäre, würde ich bei Instagram Momente aus meinem Leben zeigen, weil ich einfach stolz bin auf meine Familie. Ich kann ja steuern, was und wie ich es zeigen möchte. Am Ende sind das vielleicht zwei Minuten eines 24-Stunden-Tages. Der Zuschauer hat das Gefühl, teilzuhaben, aber es ist in Wirklichkeit nur ein Bruchteil meines Tages und meines Privatlebens.

Zurzeit stehen Sie für einen TV-Film in Berlin vor der Kamera, der bei Sat.1 ausgestrahlt werden soll. Was haben Sie gedacht, als die Anfrage für eine Hauptrolle kam?

Im ersten Moment war ich ganz überrascht, weil es ein riesiges Projekt ist, vor dem man Respekt hat. Aber ich habe mich auch geehrt gefühlt, denn der Film bleibt für die Ewigkeit. Den kann ich mir noch in 30 Jahren anschauen und werde immer stolz darauf sein.

Worum geht es in dem Film?

Ich spiele eine alleinerziehende Mama, die sich durch die Höhen und Tiefen des Lebens kämpft. Es geht um Liebe, gibt aber auch Tanz- und Gesangsszenen. Das kommt mir natürlich sehr entgegen und ist auf mich zugschnitten. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Es wird ein toller Film.

Sie spielen also keine Schwangere?

Nein. Inzwischen ist es tatsächlich gar nicht mehr so einfach, den Bauch zu verstecken, weil er stetig wächst. Wir versuchen, ihn so gut es geht zu kaschieren, indem ich mir ein Sweatshirt um die Hüften binde oder wir mit der Kameraeinstellung tricksen. 

Sind dann noch weitere Projekte geplant oder gehen Sie erstmal in die Babypause?

Aktuell gibt es noch ein spannendes Projekt. "Mia & Ben" ist ein junges Unternehmen, das natürliche und nachhaltige Joghurtalternativen auf Pflanzenbasis für Kinder produziert. Als aktiver Teil des Teams steige ich dort langfristig ein, auch als Gesellschafterin. Gesunde Kinderernährung ist natürlich ein Thema, das mich als Mutter beschäftigt. Ich gönne mir aber auf jeden Fall eine Babypause. Ich bin zwar jemand, der gern und viel arbeitet, aber ich habe mir vorgenommen, etwas kürzer zu treten, um die Schwangerschaft richtig zu genießen.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker