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Shriver gegen Schwarzenegger: Arnie und das Kreuz an der falschen Stelle

Taktik oder Versehen? Arnold Schwarzenegger ist nun doch bereit, seiner Ehefrau Maria Shriver Unterhalt zu zahlen. In der vergangenen Woche hatte er das noch abgelehnt. Offenbar will Schwarzenegger im Hinblick auf seine Filmkarriere einen Rosenkrieg mit allen Mitteln verhindern.

Es war nur ein kleines Häkchen, aber es hat für einen Sturm der Entrüstung gesorgt: Auf den in der vergangenen Woche eingereichten Scheidungspapieren wollte Arnold Schwarzenegger gerichtlich überprüfen lassen, ob er zu Unterhaltszahlungen an seine Noch-Ehefrau Maria Shriver verpflichtet ist. In den Medien war daraufhin spekuliert worden, dass es nun doch zu einem erbitterten Rosenkrieg zwischen dem Paar kommen könnte. Die Antwort hat Arnold Schwarzenegger jetzt mit einem neuen Antrag gegeben.

Der Ex-Gouverneur von Kalifornien hat die Unterlagen, die am 20. Juli von seinem Anwalt Bob Kaufmann eingereicht worden waren, korrigiert. In den neuen Papieren verzichtet Schwarzenegger auf die Überprüfung des Unterhaltsanspruchs. Ein entsprechendes Häkchen auf dem Formblatt mit dem Vermerk "Aufhebung der gerichtlichen Anordnung auf Unterhaltszahlungen an den Antragssteller" ist nicht mehr angekreuzt.

Wie es zu dem plötzlichen Sinneswandel kommt? Offenbar scheint Schwarzenegger gar nichts von der Überprüfung der Unterhaltszahlungen gewusst zu haben. Angeblich hat der 63-Jährige nie vorgehabt, Shriver den Unterhalt zu streichen. Der Antrag sei eine "Standardpraxis" von Anwälten, sagte der kalifornische Familienrechtler Scott Weston, der nicht in den Fall involviert ist, dem "People"-Magazin.

Schwarzenegger will gütliche Einigung

"Sein Anwalt scheint das Kästchen angekreuzt zu haben, um dem Gericht die Möglichkeit zu geben, die Unterhaltszahlungen zu beenden, sollte Shriver genug Geld haben, um selbst für ihren Lebensunterhalt zu sorgen", sagte Weston. Der Standardantrag habe in der Öffentlichkeit den Anschein erweckt, Schwarzenegger wolle seiner Frau den Unterhalt wegnehmen, "obwohl das gar nicht seine Absicht war", erklärte Weston.

Schwarzenegger hatte mehrfach betont, er wolle sich gütlich mit Shriver einigen. Deshalb sei er sogar bereit, seiner Noch-Ehefrau mehr zu zahlen, als er eigentlich müsse, sagte der gebürtige Österreicher kurz nachdem seine Frau Anfang Juli nach 25 Ehejahren die Scheidung eingereicht hatte. Da das Paar keinen Ehevertrag hat, muss das gesamte Vermögen von geschätzt 400 Millionen US-Dollar nach kalifornischem Recht zu gleichen Teilen aufgeteilt werden.

Schwarzenegger will einen Rosenkrieg offenbar im Hinblick auf sein ohnehin lädiertes Image verhindern. Nach Bekanntwerden der Affäre mit seiner Haushälterin sanken seine Beliebtheitswerte in den Keller. Im kommenden Jahr steht der ehemalige "Terminator" jedoch für neue Filmprojekte vor der Kamera. Schwarzenegger will das Comeback als Schauspieler schaffen. Einen Skandal um seine Scheidung gilt es deshalb zu verhindern. Vielleicht sollte er die Papiere, die sein Anwalt einreicht, in Zukunft aber aufmerksamer lesen.

mai