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Sinéad O'Connor: Ein Notruf auf Twitter

Hilferuf per Twitter: Die frisch getrennte irische Sängerin Sinéad O'Connor rief ihre Followern dazu auf, ihr einen Psychiater zu empfehlen. Mit ihren Antworten konnte die Twitter-Gemeinde anscheinend Schlimmeres verhindern.

Sinéad O'Connor macht weiter von sich reden. Per Twitter startete die 45-Jährige am Mittwoch einen Hilferuf: "Kennt jemand einen Psychiater in Dublin oder Wickow? Ich bin krank - und in Gefahr."

O'Connor hatte sich erst vor wenigen Wochen von ihrem frisch gebackenen Ehemann getrennt. Die Ehe hielt gerade mal 16 Tage. Nun scheiterte auch eine Versöhnung. Daran sei die Presse schuld, schrieb sie auf ihrer Website: "Dass er mit mir zusammen war, hat sich auf sein Leben sehr schlecht ausgewirkt", gibt sie zu Protokoll. "Seitdem wir verheiratet sind, wurde ich wegen der Dinge, die meinem Ehemann angetan wurden, langsam sehr krank und kam nicht mehr zurecht. Ich wurde depressiv ... Das Verhalten einer ganz bestimmten Zeitung hat dazu geführt, dass meinem Ehemann und mir sehr geschadet wurde, und hat die Ehe unhaltbar gemacht. Sie ist nun vorbei und ich hoffe, dass die Medien diesen armen Mann jetzt in Ruhe lassen und er mit seinem Leben weitermachen kann."

Ihre Depression ging sogar bis zum Selbstmordversuch, schreibt das britische Klatschblatt "Sun". Der Twitter-Hilferuf war offenbar erfolgreich. O'Connor schrieb später, dass es ihr besser gehe, und gab ihren Followern noch einen Rat auf den Weg: "Hol dir Hilfe, wenn's dir scheiße geht. Die ganze Welt ist da und unterstützt dich. Schäme dich nicht und mach dir nichts daraus, falls dich dafür jemand kritisiert".

Schluss mit Romantik

Nach ihrer gescheiterten Ehe will die Sängerin, die einst mit ihrem Hit "Nothing compares to You" auch in Deutschland berühmt war, keine romantischen Beziehungen mehr eingehen: "Ich werde mich nie wieder auf romantische Art mit jemandem in Verbindung bringen, da ich es nicht ertragen könnte, wenn diese Dinge noch einmal einem Menschen angetan würden, den ich liebe. Ich werde einfach ich sein und wenn das jemandem nicht gefällt, dann kann er in Therapie gehen. Ich bin genau so, wie ich bin, wunderbar. Wenn die Tatsache, dass ich so bin, wie ich bin, bedeutet, dass die irische Presse mein Liebesleben zerstören möchte ... dann sei es so. Ich habe zehn Finger und einige Spielsachen", gibt sie freimütig zu.

tmm/ mit Bang
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