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Fotomodel Supermodel Marie Helvin ist so pleite, dass sie nun als Kassiererin arbeiten muss

Marie Helvin 1974 zu Beginn ihrer Karriere
Marie Helvin 1974 zu Beginn ihrer Karriere
© Picture Alliance
Sie war eines der berühmtesten Models der Welt, die größten Fotografen arbeiteten mit ihr. Doch nun ist Marie Helvin am Ende. Sie will in ihre Heimat Hawaii zurückkehren, um dort in einem Supermarkt zu arbeiten.

Marie Helvin war eines der ersten Supermodels. In den 1970ern und 1980ern prangte sie auf den Covern der Vogue, die berühmtesten Fotografen arbeiten mit ihr. Männer wie Marlon Brando, Warren Beatty und der Kricketspieler und ehemalige pakistanische Premierminister Imran Khan zählten zu ihren Verehrern. Doch nun mit 69 Jahren ist der Ruhm verflogen und dem Ex-Model geht das Geld aus. Der "Daily Mail" klagte sie, dass sie zurück nach Hawaii gehen werde, wo sie aufgewachsen ist, um dort als Kassierin zu arbeiten. Vor der Pandemie modelte sie noch, doch Corona hat sie ruiniert. "Ich habe sehr glücklich gearbeitet, ich weiß nicht, einmal im Monat, einmal alle zwei Monate. Ich war sehr zufrieden. Mein Leben lief und ich verdiente Geld, aber dann verlierst du plötzlich deine Lebensgrundlage“, sagte Helvin im April der "London Times".

"Ich bin völlig auf mich allein gestellt und weiß nicht, was ich tun soll. Während der Pandemie habe ich den Großteil meiner Ersparnisse aufgebraucht und denke ernsthaft darüber nach, nach Hause zu gehen", so Helvin. Derzeit lebt sie in London, doch sie glaubt, dass sie in Hawaii eher einen Job bekommen würde.

"Das Stigma des Alters bei der Jobsuche ist dort weniger ausgeprägt."

"In Amerika kann man mit über 80 Jahren einen Job bei Whole Foods bekommen. Sagen wir es mal so: Ich würde mich hier nicht bei Whole Foods bewerben. Aber zu Hause auf Hawaii würde ich, wenn ich müsste, dorthin gehen und arbeiten."

1985 ließ sie sich von dem Fotografen David Bailey scheiden. Viele ihrer ikonografischen Fotos stammen von ihm. Damals erhielt sie eine kleine Abfindung von 100.000 Pfund. Danach lebte sie unverheiratet und selbstständig. Offenbar ein Fehler. Vier Jahre war sie mit dem Bruder der Herzogin von Cornwall, dem Naturschützer Mark Shand, zusammen. Heute gibt Helvin sich die Schuld am Scheitern der Beziehung. "Mark war der süßeste, netteste und liebevollste Mensch. Ich war dumm und töricht, und habe das damals nicht erkannt."

Doch ohne neue Ehe steht ihr heute keine finanzielle Unterstützung zu. Sie gibt offen zu, dass schön wäre, wenn sie Hilfe bekäme, um die Kosten des Älterwerdens zu teilen. Der Artikel in der "Daily Mail" liest sich wie ein letzter Hilferuf, um doch noch eine Romanze zu finden, die sie vor der Endstation Supermarktkasse bewahrt. "Wenn ich jemals das Glück habe, jemanden zu treffen, dann hoffe ich, dass er älter und geschieden oder verwitwet ist, ich meine, ich möchte nicht mit einem jungen Kind ausgehen."


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