HOME

Polizei-Paparazzi: Polizist spioniert nacktes Model mit Hubschrauber aus – sie verklagt nun die Polizei

Tracy Dixon gehört zu den "Page 3 Girls" - ein Polizist filmte sie nackt mit einer Spionagekamera aus einem Hubschrauber heraus. Nun verklagt sie die Polizei, weil die das Verfahren nur verzögert und eine Aufklärung behindert hätte.

Im Jahr 2007 arbeitete Tracy Dixon als Model und gehört zur illustren Schar der "Page 3 Girls" in Großbritannien, außerdem zierte sie das Cover von Männermagazinen. Dixon achtete auf ein perfektes Äußeres und dazu gehört eine nahtlose Bräune. Doch als sich die Schöne in ihrem Garten sonnte, wurden sie und ihre Töchter von einem Polizeihubschrauber ausspioniert. Jahrelang. Tracy Dixon zeigte den Vorfall an.

Zähe Ermittlungen

Mit zwiespältigem Erfolg: Zwar wurde der Täter nach einem sehr zähen Verfahren verurteilt - allerdings erst zehn Jahre später. Deshalb schob Dixon nun eine Klage gegen die Polizei von South Yorkshire nach. Denn nach ihrer Meinung unterstützte die Behörde die Ermittlungen nicht. Im Gegenteil: Die Beamten sollen das Verfahren gegen den Kollegen behindert haben. Und sich geweigert haben, ihr Einblick in die Akten zu gewähren, sodass sie nicht herausfinden konnte, wie häufig sie tatsächlich ausspioniert wurde. "Wieso dauerte es so lange? Das geschah im Jahr 2007, das hat zehn Jahre gedauert", beklagte sie sich bei der "Sun".

Sie kann auch nicht glauben, dass es nur ein einzelnes Video geben haben soll. "Die kamen mehrmals in der Woche in der Sommerzeit und das über mehrere Jahre. Mich macht die Frage verrückt, was er mit diesen Videos gemacht hat. Hat er sie weitergeben?" Außerdem wartete des Ex-Model vergebens auf einen Akt der Entschuldigung der offiziellen Stellen.

Milde Strafe 

Der Polizist Adrian P. wurde im Jahr 2017 zu einem Jahr Haft verurteilt. Vom Richter musste er sich sagen lassen: "Sie haben sich buchstäblich über das Gesetz gestellt. Sie haben einen zwei Millionen Pfund teuren Hubschrauber benutzt, der in etwa 1000 Pfund pro Betriebsstunde kostet, um ihren sexuellen Neigungen nachzugehen." Der Mann hatte vier Fälle von Fehlverhalten während des Dienstes zugegeben. Im Verfahren schien es allerdings mehr um die Pflichtverletzung und die unnötigen Kosten gegangen zu sein. Tracy Dixons Angst und die Verletzung ihrer Intimsphäre spielten keine große Rolle.

Schockierendes Erlebnis

Sie sagt, diese Vorfälle hätten ihr Leben auf den Kopf gestellt. Vorher habe sei sich zu Hause sehr sicher gefühlt. Als Busen-Model habe sie immer sehr auf ihre Privatleben geachtet. Tatsächlich genossen die Seite-Drei-Mädchen in Großbritannien einen Kultstatus – Popstars vergleichbar. Darum hatte das Haus auch einen großen Garten, abgeschirmt von Bäumen und Hecken. "Wir haben uns ganz normal benommen. Ich habe mit meinen beiden Töchtern in der Sonne gelegen", sagte sie anlässlich des Verfahrens zum TV-Sender "ITV". "Die Mädchen hatten Bikinis an. Auch meine jüngste Tochter, sie war damals acht, ist auf dem Video. Sie trug einen Badeanzug."

Der Polizist benutzte eine spezielle Spionage-Kamera, um sein Opfer aufzunehmen. Auf der Aufnahme, die Dixon sehen durfte, war zu erkennen, dass er ihren Genitalbereich in Großaufnahme eingefangen hatte. Pogmore galt als "sexbesessen". Da er auch die minderjährigen Töchter von Tracy Dixon aufgenommen haben, erscheint die Strafe von einem Jahr angesichts des britischen Strafrechts als sehr milde. Hinzu kommt, dass der Mann seine Taten nicht allein verübt hatte. Zwei Polizeipiloten und zwei Polizeibeobachter wurden bereits entlassen, einem weiteren steht das Disziplinarverfahren noch bevor. Doch gerichtlich wurde keiner von ihnen belangt, obwohl auch sie die Frau ausspioniert hatten. Tracy Dixon glaubt nicht, dass die Beamten sie nur zufällig entdeckt hätten, wie behauptet wurde. "Ich war das einzige Page-3-Girl in der Gegend. Jeder wusste, wo ich lebte, ich wohnte dort seit 23 Jahren. Ich bin sogar mit P. zur Schule gegangen. Ich kannte ihn damals nicht, er aber mich. Also glaube ich keine Sekunde, dass er nicht gewusst hatte, wen er da aufnahm."

kra