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Neue Berufe: Profi-Brautjungfer nimmt 5500 Euro pro Hochzeit und lästert über die schlimmsten Bridezillas

Den Bräutigam bespitzeln, Schwangerschaften verhindern und dafür sorgen, dass kein Model-Mädchen auf den Hochzeitsbildern auftaucht. Der Job als Profi-Braujungfer fordert Tiffany Wright, macht sie aber auch reich

Bräute am Rande des Nervenzusammenbruchs? Dann hilft Tiffany Wright.

Bräute am Rande des Nervenzusammenbruchs? Dann hilft Tiffany Wright.

Getty Images

Tiffany Wright, 36, arbeitet als Profi-Brautjungfer. Ihre Dienste kosten 5000 Pfund – dafür sorgt sie dafür, dass der Hochzeitstag ein unvergessliches Erlebnis wird. Man könnte sie auch als Problemlöser für Bräute bezeichnen: Ihr Job ist es alle Störungen zu eliminieren, die den Tag der Tag trüben könnte. Denn die gibt es bei jeder Feier. Auf  ihrer Internetpräsenz spricht Tiffany Wright über ihre Arbeit: "Viele sind überrascht, dass ich als "Professionelle Brautjungfer" arbeite. Das ist richtig - ich werde bezahlt, um an Hochzeiten teilzunehmen, ein Brautjungfernkleid anzuziehen und rund um die Uhr für die Braut da zu sein - und es ist der beste Job der Welt." Sie schlüpft gegen Bezahlung in die Rolle einer selbstlosen besten Freundin. Wenn es nötig ist, ist sie Tag und Nacht für ihre Klientin da. Der eigentliche Job besteht dabei nicht in den einzelnen Tätigkeiten. Wichtig ist die bestärkende und beruhigende Wirkung für die Braut. Die Profi-Maid umgibt die von Selbstzweifeln geplagte Braut mit einem Kokon aus guter Laune und Zuversicht. 

Doch manchmal ist die Braut selbst das größte Problem. Wright hat sich 2016 als Profi-Brautjungfer selbstständig gemacht, bisher hat sie 150 Bräute betreut. Mit ihrem Job ist sie hoch zufrieden, zumal das Einkommen sehr gut ist. Pro Braut berechnet sie 5000 Pfund, die Unkosten sind überschaubar. Tiffany Wright muss natürlich flexibel und stets gut gelaunt sein. Wichtigste Investition ist eine umfangreiche Garderobe für den Tag.

Erst Journalist, jetzt Managerin für Romantik

Ausgebildet wurde Tiffany Wright als Journalistin, nun ist sie ganz generell eine Expertin in Sachen Liebe. Frauen können sie auch buchen, damit Tiffany ihnen unvergessliche romantische Erlebnisse kreiert. Auch Männer, die Hilfe für eine perfekte Verlobung benötigen, sind bei ihr richtig.

Berechtigte Ängste der Braut

Viel Ängste sind ganz real: Etwa wenn eine Frau Hilfe benötigt, weil sie ahnt, dass ihre Eltern den Bräutigam ablehnen. Oder weil sie eine romantische Hochzeit mit Klasse wünscht, ihre besten Freundinnen aber für Alkoholexzesse und derbe Späße bekannt sind. Manche Bräute sind anstrengender als andere. In einem Youtube-Video gesteht Tiffany Wright, dass eine Klientin so eifersüchtig war, dass sie als Detektivin arbeiten musste. Diese Braut schickte sie nach Ibiza. Dort sollte sie den Junggesellenabschied des Bräutigams überwachen. Seine Zukünftige wünschte sich, dass ihr Mann in spe sich gut, aber nicht allzu gut auf der Party-Insel amüsieren würde. Anderseits musste Tiffany am Tag der Hochzeit auch mal einen Bräutigam und seine Begleiter auf einem Acker einsammeln. Die Herren waren von Alkohol und wohl auch von weiteren Drogen so hinüber, dass sie die Orientierung verloren hatten und auch dem Feld strandeten.

Eine andere Klientin sorgte sich um die Figur ihrer echten Brautjungfern. Einige von ihnen waren recht kurvig. Die Braut hatte nun Angst, dass sie nicht mehr in die bereits bestellten Kleider passen würden. Tiffanys Lösung: Sie organisierte ein Wellnesswochenende für die Frauen – in Wirklichkeit war es ein knallhartes Diät-Bootcamp. Anstatt Party-Stimmung und Schampus gab es Yoga und Salat. "Wir waren die meisten Nächte um 20 Uhr alle im Bett - man kann mit Sicherheit sagen, dass es auf unserer Reise keine Penisstrohhalme oder Jägermeisterbomben gab." Auch die Verwandtschaft in Zeiten der Patchworkfamilie birgt Herausforderungen. Etwa wenn sich geschiedene Paare nach Jahren gegenüber stehen und sofort anfangen lauthals miteinander zu streiten.

Bridezilla und noch stolz darauf 

Die Wünsche der Bräute sind oft kompliziert. Eine Kundin fürchtete, dass ein super-schönes Gästepaar sie auf den Hochzeitsfotos überstrahlen könnte. Da musste Tiffany dafür sorgen, dass die Fotografen die beiden Hübschen übersehen würden.

Bei einer anderen Hochzeit sollte Tiffany herausfinden, welche von den Freundinnen der Braut womöglich schwanger werden könnte, denn die Braut wollte partout keine hochschwangere Brautjungfer in der Kirche. Auch skurril: Eine Braut suchte Tiffany Wright aus, weil sie sich ähnlich sahen. So konnte es die Auftraggeberin vermeiden, selbst alle Brautkleider anprobieren zu müssen.

Das Überraschende: Den Bräuten ist durchaus bewusst, dass sie sehr anstrengend sind. "Alle diese Frauen nennen sich selbst Bridezillas. Diesen Titel tragen sie ein Ehrenabzeichen."

Quelle: Tiffany Wright

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