Unfall an der Berliner Schaubühne
Lars Eidinger verletzt Zuschauerin mit Degen

Schauspieler Lars Eidinger als Richard III. an der Berliner Schaubühne.
Schauspieler Lars Eidinger als Richard III. an der Berliner Schaubühne.
© imago/POP-EYE
Lars Eidinger rutschte bei "Richard III." ein Degen aus der Hand und verletzte eine Zuschauerin am Kopf. Die Vorstellung wurde abgebrochen.

Unfall bei der Aufführung von Shakespeares "Richard III." am Donnerstagabend an der Berliner Schaubühne: Schauspieler Lars Eidinger (50) verletzte eine Zuschauerin mit seinem Degen - und brach die Vorstellung daraufhin umgehend ab, wie die "Berliner Zeitung" zuerst berichtete. Das nicht beteiligte Publikum verließ die Schaubühne demnach ruhig und geordnet.

Auf Nachfrage von spot on news bestätigte die Sprecherin der Schaubühne den Vorfall: "Der Unfall passierte gestern in der letzten Szene der Vorstellung von 'Richard III.'. Darin kämpft Richard mit einem Degen allein gegen seine Dämonen. In dieser Szene ist Lars Eidinger der Degen aus der Hand gerutscht. Der Griff traf eine Zuschauerin in der ersten Reihe am Kopf. Lars Eidinger hat daraufhin sofort die Vorstellung unterbrochen."

Theaterärztin versorgte die Verletzte

Auch um die Zuschauerin wurde sich sofort gekümmert: "Die verletzte Besucherin wurde unmittelbar von der anwesenden Theaterärztin versorgt. Ein Krankenwagen musste nicht gerufen werden", so die Sprecherin des Theaters.

Bereits am Freitagmorgen meldete sich Eidinger persönlich bei der verletzten Besucherin. "Der Hauptdarsteller Lars Eidinger hat heute Morgen bereits mit der verletzten Besucherin telefoniert, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen", erklärte die Schaubühne weiter. Auch die Theaterleitung stehe in Kontakt mit der Frau. "Wir bedauern den unglücklichen Vorfall zutiefst und stehen noch immer unter Schock", hieß es weiter.

Gefragte "Richard III."-Produktion - Abläufe werden überprüft

Die Inszenierung von Regisseur Thomas Ostermeier gehört seit Jahren zu den gefragtesten Produktionen der Schaubühne - die Vorstellungen sind regelmäßig restlos ausverkauft. Die Aufführung lebt von körperbetonten, wuchtigen Szenen, die durch den geringen Abstand zwischen Bühne und erster Zuschauerreihe besonders unmittelbar wirken. Was sonst für ein intensives Theatererlebnis sorgt, wurde am Donnerstagabend zum Risiko.

Wie die Schaubühne nun weiter erklärte, werden Fechtszenen grundsätzlich "gemeinsam mit einem Stunt-Koordinator erarbeitet und regelmäßig trainiert" - so auch bei "Richard III.". Nach dem Vorfall wolle man "die Abläufe noch einmal neu überprüfen". Die kommenden Vorstellungen am heutigen Freitag und morgigen Samstag sollen dennoch wie geplant stattfinden. "Wir wünschen der Besucherin von Herzen gute Besserung", schließt das Statement des Theaters.

SpotOnNews

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