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Unwort des Jahres Alice Schwarzer gratuliert Jury zum "Opfer-Abo"


Jörg Kachelmann hat den Begriff "Opfer-Abo" geprägt, nun wurde das Wort zum Unwort des Jahres gekürt. Kachelmanns ewige Kontrahentin Alice Schwarzer lobte die Entscheidung der Jury.

Frauenrechtlerin #Link;http://www.stern.de/kultur/buecher/alice-schwarzer-90279258t.html;Alice Schwarzer# hat der "Unwort des Jahres"-Jury zu der #Link;http://www.stern.de/panorama/kachelmanns-frauen-verunglimpfung-opfer-abo-ist-unwort-des-jahres-1954829.html;Wahl des Ausdrucks "Opfer-Abo"# gratuliert. Die Jury habe damit "ein bedeutendes Zeichen dafür gesetzt, dass die Verunglimpfung und Einschüchterung der Opfer sexueller Gewalt nicht so einfach durchgeht". Auf der #Link;http://www.emma.de/ressorts/artikel/vergewaltigung/unwort-des-jahres-ist-opfer-abo/;Website ihrer Zeitschrift "Emma"# sprach Schwarzer am Dienstag von einer "bemerkenswert engagierten Begründung" der Jury.

Die Jury hatte das Wort "Opfer-Abo" einer Äußerung des Wettermoderators #Link;http://www.stern.de/panorama/joerg-kachelmann-90247126t.html;Jörg Kachelmann# zugeordnet. Kachelmann war im Mai 2011 von dem Vorwurf freigesprochen worden, eine frühere Freundin vergewaltigt zu haben. Schwarzer hatte für die "Bild"-Zeitung von dem Prozess berichtet.

Der Frauenrechtlerin war vom Landgericht Köln eine "Emma"-Glosse von Anfang 2012 untersagt worden, weil diese den Eindruck erwecke, Kachelmann habe die Vergewaltigung tatsächlich begangen. In der Glosse hatte Schwarzer ironisch die Begriffe "Unschuldsvermutung" und "einvernehmlichen Sex" als "Unworte des Jahres" vorgeschlagen. Die Feministin bestreitet, Kachelmann als schuldig hingestellt zu haben. Sie will in dem Streit ins Hauptsacheverfahren gehen und sich gegebenenfalls durch alle Instanzen wehren.

ger/DPA DPA

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