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Victoria und Daniel sagen Ja: Blaues Blut mit deutschem Einschlag

Wenn sich Schwedens Kronprinzessin Victoria und ihre Freund Daniel Westling heute das Ja-Wort geben, dürfen auch die Herzen der deutschen Monarchieliebhaber einige Takte schneller schlagen: Denn in Victoria Adern fließt nicht nur blaues, sondern auch deutsches Blut.

Schwedens Kronprinzessin Victoria hat mehrere Deutsche in ihrer Ahnenreihe. Zuerst natürlich ihre Mutter Silvia: Die 66-Jährige war die bürgerliche Frau Sommerlath aus Heidelberg, bevor sie durch die Hochzeit mit Carl XVI. Gustaf zur Königin von Schweden wurde.

Auch Victorias Name ist ein deutscher Import. Er erinnert an Victoria Prinzessin von Baden (1862-1930), die der Ururgroßvater der Thronfolgerin, Gustaf V., vor den Traualtar führte. Auch weitere Prinzen und Könige der schwedischen Bernadotte-Dynastie wählten Damen aus deutschen Adelshäusern: Sofia von Nassau (1836-1913), Teresia von Sachsen-Altenburg (1836-1914) und Sibylla von Sachsen-Coburg-Gotha (1908-1972).

Der Begründer des Herrscherhauses in Stockholm war allerdings ein Franzose: Der Juristen-Sohn Jean Baptiste Bernadotte (1763-1844) brachte es unter Napoleon zum Marschall und Kriegsminister, bevor er 1810 durch Adoption zum schwedischen König Karl XIV. Johan wurde.

Das Haus Bernadotte hat neben der königlichen auch eine gräfliche Linie, die wiederum eng mit Deutschland verbunden ist. Ein blühendes Denkmal hat Lennart Graf Bernadotte (1909-2004) hinterlassen - die Insel Mainau im Bodensee.

Der Neffe von König Gustaf VI. Adolf verlor 1932 wegen der Hochzeit mit der Bürgerlichen Karin Nissvandt das schwedische Erbfolgerecht. Ein Hochzeitsgeschenk war damals die Insel Mainau. Er machte das Eiland zu einem Gartenparadies. Wie zuvor Millionen Touristen bestaunte vor einem Jahr auch Kronprinzessin Victoria das von ihrem Verwandten geschaffene Blumen-Idyll.

DPA / DPA
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