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Tennisturnier Von Finalist Nick Kyrgios beschimpfte Wimbledon-Zuschauerin: "Ich hatte nur zwei Drinks"

Wimbledon Nick Kyrgios
Nick Kyrgios pöbelte im Wimbledon-Finale nicht nur in Richtung seiner Familie in der Box, sondern auch über den Schiedsrichter und eine Zuschauerin
© Zac Goodwin / Picture Alliance
Es war ein sonderbarer Moment, als sich Nick Kyrgios im Wimbledon-Finale (mal wieder) den Schiedsrichter zur Brust nahm. Er sollte eine Frau des Centre Courts verweisen, verlangte der Australier. Jetzt äußert sich die Zuschauerin. 

Wer Nick Kyrgios beim Tennisspielen zuschaut, der bekommt mehr als "nur" Weltklasse-Schläge. Der Australier ist dafür bekannt, seine Emotionen nur schwer bändigen zu können. Im Wimbledon-Finale gegen den Serben Novak Djokovic wurde Kyrgios' eigene Box regelmäßig Opfer seiner Tiraden.

Er pöbelte seine Trainer und seine Familie an, wenn sie zu früh oder falsch jubelten, schimpfte über seine eigenen Fehler und – wie fast immer – gegen den Umpire, den Schiedsrichter. 

Wimbledon: Nick Kyrgios pöbelte über Zuschauerin

Im dritten Satz kam es dann zu einem etwas unangenehmen Moment. Tennis-Fans konnten am TV hören, gegen wen sich Kyrgios Attacke richtete. Der Tennisstar fühlte sich von Kommentaren einer Frau aus dem Zuschauerraum belästigt und beschwerte sich beim Schiedsrichter. "Sie lenkt mich ab, wenn ich in einem Wimbledon-Finale aufschlage", schimpfte er.

"Es gibt keinen größeren Anlass, Sie haben mir nicht geglaubt und dann hat sie es wieder getan. Das hätte mich fast das Spiel gekostet", beschwerte sich der Australier. "Warum ist sie noch hier? Sie ist sturzbetrunken und spricht mich mitten im Spiel an. Was ist akzeptabel?", fragte er.

Nachdem der Schiedsrichter antwortete, dass das nicht akzeptabel ist, sagte Kyrgios: "Ok, schmeiß sie raus. Ich weiß genau, welche es ist. Die im Kleid, die aussieht, als hätte sie ungefähr 700 Drinks gehabt."

Zuschauerin äußert sich

Und es kam, wie es sich der Finalist wünschte. Die Frau wurde temporär vom Centre Court verbannt, bekam hinter den Kulissen etwas Wasser zu trinken. Nach dem Match erklärte sie sich der britischen Presse. "Ich wollte zeigen, dass wir für ihn sind, ich wollte ihn ermutigen", sagte Ania Palus der Zeitung "The Sun". Kyrgios habe oft die Zuschauer gegen sich, deshalb wollte sie ihm extra viel Unterstützung zukommen lassen. Dass sie 700 Drinks intus gehabt haben soll, wollte die Polin offenbar auch nicht so stehen lassen. "Ich hatte nur einen Pimm's und einen Rosé", sagte sie. "Das liegt an den Temperaturen, ich hatte keinen Hut. Es tut mir wirklich leid", betonte sie. Eines ist klar: Ihren Tag in Wimbledon wird Palus so schnell nicht vergessen. 

Quelle: "The Sun"

ls

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