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Vorwurf der Körperverletzung Justin Bieber soll Paparazzo geschlagen haben


Justin Bieber als Nachwuchs-Tyson? Amerikas beliebtester Teenager soll einen Fotografen körperlich angegriffen haben. Jetzt will ihn die Polizei zu dem Vorfall vernehmen.
Von Frank Siering, Los Angeles

Vielleicht war es die private Trainingsstunde mit Boxlegende Mike Tyson in Las Vegas, die Teen-Idol Justin Bieber ein bisschen zu viel körperliches Selbstvertrauen eingeflößt hatte. Der 18-Jährige soll nämlich nur einen Tag nach dem Sandsacktraining in Tysons privater Villa einen Fotografen geschlagen haben. Das berichten zumindest amerikanische Medien.

Der Vorfall habe sich demnach in Calabasas, einem Vorort von Los Angeles, ereignet. Bieber hat sich hier unlängst eine Villa für rund elf Millionen Dollar gekauft. Was genau passiert war, blieb auch am gestrigen US-Feiertag noch immer recht undurchsichtig.

Fest steht, Bieber und Freundin Selena Gomez waren nach einem Kinobesuch auf dem Weg nach Hause. Ein Paparazzo, so berichtet das Online-Portal "TMZ.com", habe versucht, das Paar zu fotografieren.

Provokation am Straßenrand

Nach einem Polizeibericht sei es dabei zu einer Auseinandersetzung zwischen Bieber und dem Fotografen gekommen. Im Internet aufgetauchte Fotos zeigen einen aufgebrachten Bieber, wie er drohend mit dem Finger auf einen Mann mit Kamera zeigt, der Popstar steht auf einem Bürgersteig und trägt nur noch einen Schuh. Unklar ist, ob Bieber den anderen Schuh nach einem Kampf mit dem Fotografen verloren hat.

Es war der Fotograf, der nach dem Zwischenfall die Polizei verständigte. Zuvor hatte er am "Tatort" via Handy einen Krankenwagen rufen lassen, weil er nach der mutmaßlichen Attacke Biebers angeblich "starke Schmerzen im Brustbereich hatte". Ein Anwalt, der zufällig die Szene beobachtet haben will, soll dem Knipser dazu geraten und ihm zugerufen haben, dass er aus diesem Vorfall "viel Geld ziehen könne".

Bieber zum Verhör, bitte

Der Paparazzo, so berichteten diverse Augenzeugen, soll Bieber provoziert und ihm mehrfach mit Absicht den Weg versperrt haben. Ein Umstand der den "Boyfriend"-Sänger äußerst wütend gemacht haben soll. Ob es nun tatsächlich zum linken Haken à la Tyson kam, oder es sich in diesem Fall um eine arge Übertreibung eines Fotoreporters handelt, der mit diesem Zwischenfall Aufsehen erhaschen und eventuell sogar Schmerzensgeld erpressen möchte, ist bislang ebenso ungeklärt wie die Frage, ob Bieber seinerseits juristisch gegen den Paparazzo vorgehen wird.

Der ermittelnde Sheriff Roberts Wiard äußerte sich am Montag zu dem Vorfall in Los Angeles. Er bestätigte, dass der Fotograf in ein Krankenhaus eingeliefert, dort kurz behandelt und später wieder entlassen wurde. Wiard sagte weiter, dass sowohl Bieber wie auch Gomez den mutmaßlichen Tatort schon verlassen hatten, als die Polizei eintraf. Er ließ weiter durchblicken, dass die Beamten Bieber und wohl auch Gomez zum Verhör vorladen werden.


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