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Was macht eigentlich ...: Angela Lansbury?

Als Hobby-Autorin und Privatdetektivin "Jessica Fletcher" ermittelte Angela Lansbury seit Mitte der 80er Jahre in der sehr erfolgreichen Fernsehserie "Mord ist ihr Hobby".

Angela Lansbury

Angela Lansbury, 82, im April in New York

Angela Lansbury, hätten Sie auch privat das Zeug zur gewieften Privatdetektivin?

Nach zwölf Jahren "Jessica Fletcher" habe ich viel gelernt über Kriminalarbeit. Aber meine Sache wäre es trotzdem nicht.

Frauen gehen auf Mörderjagd - das war in den frühen Achtzigern, als die Serie startete, noch etwas Exotisches.

Ja, damals steckte die Emanzipation noch in den Kinderschuhen. Aber ich hatte Glück, dass die legendäre "Miss Marple" Vorarbeit geleistet hatte: die Zuschauer hatten gelernt, dass auch Frauen clever sein können.

Hatten Sie Einfluss darauf, wie die Rolle gestaltet wurde?

Oh ja. "Mord ist ihr Hobby" war eine Art Familienunternehmen. Mein Sohn David war einer der Produzenten, Sohn Anthony führte Regie. Mein Bruder Bruce schrieb Drehbücher. Deirdre, meine Tochter, arbeitete im Produktionsbüro, und mein Mann Peter hielt den Laden zusammen. Die Serie war das Beste, war mir passieren konnte. Ich war 59, als ich die Rolle bekam - Doris Day und Jean Stapleton hatten abgelehnt. In dem Alter eine solche Chance zu bekommen ist ein enormer Glücksfall.

Angela Lansbury

Und als "Jessica Fletcher" in einer "Mord ist ihr Hobby"-Folge von 1993; mit dabei die Hollywoodstars Mickey Rooney und Tippi Hedren

Ihr Start ins Hollywoodbusiness war fulminant. Gleich für Ihre erste Rolle 1944 in "Gaslight" wurden Sie für den Oscar nominiert.

So einfach waren die ersten Jahre nicht. Sicher, die Oscar-Nominierung war toll. Aber letztlich war auch ich nur eine Marionette des straffen Studiosystems. Judy Garland oder Ingrid Bergman, mit denen ich einige Filme drehte, waren glamouröse Stars - ich wurde als "Charakterdarstellerin" abgestempelt. Nur, während Katharine Hepburn, die Garland oder die Bergman mit zunehmendem Alter Probleme bekamen, attraktive Rolle zu ergattern, hatte ich es da leichter.

Warum?

Anfangs hat es mich schwer geärgert, dass ich aufgrund meiner reifen Erscheinung schon als 19-Jährige die 35-jährige Ehefrau eines 49-jährigen Mannes spielen sollte. Oder wie in "Blue Hawaii" die Mutter von Elvis, obwohl ich nur zehn Jahre älter war als Presley. Aber später war dies der Garant für meine Karriere.

Wie war das mit den Zickenkriegen damals unter den weiblichen Stars?

Wie heute war das Konkurrenzdenken sehr groß. Bis auf Katharine Hepburn und später Bob Hope hatte ich nicht viele echte Freunde in der Branche. Ich hielt mich sehr zurück. Denn am Beispiel von Judy Garland und anderen Kollegen konnte man sehen, wie zerstörerisch dies Geschäft sein kann. Hollywood hat oft keinen guten Einfluss auf junge Menschen. Leider habe ich das auch bei meinen eigenen Kindern erleben müssen, die früher mit harten Drogen experimentierten. Zum Glück haben sie rechtzeitig die Kurve bekommen.

Sie sind 82 - haben Sie sich zur Ruhe gesetzt?

Nein, ich bezeichne mich nach wie vor als arbeitswillige Schauspielerin. Voriges Jahr habe ich am Broadway gespielt, aber leider kommen kaum noch Angebote für Filmoder Fernsehrollen. Die denken wohl, ich wäre zu alt. Dabei fühle ich mich wie 42.

Ist Ihnen denn zu Hause langweilig?

Das nun auch wieder nicht. Ich kann mich sehr gut selbst beschäftigen, seit mein Mann vor fünf Jahren starb. Ich liebe Gartenarbeit, stricke gerne, gehe ins Kino oder Theater oder engagiere mich für wohltätige Organisationen, wie die ALS-Association, die auf das Lou-Gehrig-Syndrom aufmerksam macht. Meine Schwester ist 1987 an dieser Nervenkrankheit gestorben. Nein, ich bin längst noch keine tattrige Oma. Wahrscheinlich könnte ich sogar noch Kriminalfälle lösen.

Interview: Andreas Renner / print
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(