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Zweite Biografie von Boris Becker: "Bum Bum"-Becker enthüllt Details aus der Besenkammer

Die neuen Memoiren von Boris Becker versprechen die ungeschminkte und schonungslose Wahrheit aus dem Leben des einstigen Tennisstars. Dabei muss sich der Leser wie unter seiner Bettdecke fühlen.

Einst hat er Sportgeschichte geschrieben. Jetzt schrieb er seine zweite Biografie. "Boris Becker, Tennis-Wunderkind, Held von Wimbledon, das Sport-Idol einer ganzen Generation, spricht Klartext", kündigt der Herbig-Verlag das neue Werk an. Allerdings steht nicht der Sport im Vordergrund, sondern das skandalöse Liebesleben des 45-Jährigen. Und hier herrscht Aufklärungsbedarf: "Alles, was man bisher in puncto Becker zu wissen glaubte, entspricht nur zur Hälfte der Wahrheit", so der Verlag und verheißt ein "ungeschminktes, höchst unterhaltsames Bekenntnis."

"Das Leben ist kein Spiel" lautet der Titel dieses Bekenntnisses. Die neuen Becker-Memoiren, die am 2. Oktober in den Handel kommen, sollen ein ganz neues Bild von Becker zeichnen. Der Tennisstar verspicht eine große Lebensbeichte. Scheidungskrimi mit seiner Ex-Frau Barbara Becker, Zeugung seiner Tochter Anna in der Besenkammer und Details über die Affäre mit Angela Ermakowa - alles soll in der literarischen Wahrheitsfindung auf den Tisch kommen.

Ob der Leser wirklich so viel Neues erfahren wird, ist jedoch fraglich. Schließlich kündigte Becker seine ersten Memoiren ähnlich sensationell an. 2004 hat er die Autobiografie "Augenblick, verweile doch..." veröffentlicht. Das Werk war zwar mit Goethe-Zitaten aufgemotzt, konnte aber dennoch nicht überzeugen. Das pikanteste Detail war damals, dass die amerikanische Einwanderungsbehörde Becker ins nächste Flugzeug nach Hause setzen wollte, weil er vorbestraft war und kein Visum hatte.

Ellen Ivits