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Britische Royals Meghan über ihre Suizid-Gedanken: "Ich habe darüber gesprochen, damit sich niemand allein fühlt"

Meghan Markle
Meghan Markles Doku über sie und Prinz Harry sorgte für mächtig Schlagzeilen.
© Daniel LEAL / POOL / AFP / AFP
Herzogin Meghan geht schon seit einiger Zeit offen damit um, dass sie im Palast unter Suizid-Gedanken litt. In einer Rede erklärt sie nun genauer ihre Beweggründe. 

Bereits im großen Enthüllungsinterview im März 2021 mit Oprah Winfrey hatte Herzogin Meghan über ihre Suizid-Gedanken gesprochen. Sie nannte sich selbst "Opfer eines Rufmordes" und sagte, der Druck habe sie "bis zur Selbstverletzung" getrieben.

Nun wurden Herzogin Meghan und Prinz Harry beim "Ripple of Hope Award" in New York für ihr Engagement gegen Rassismus und für psychische Gesundheit geehrt. In ihrer Rede sprach sie auch darüber, warum sie mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen ist: "Ich möchte nicht, dass sich irgendjemand allein fühlt." Sie betonte, dass es schwer werden kann, wenn man so tief gesunken ist, "dass man keinen Ausweg sieht", wie "Page Six" berichtet.

"Wir alle müssen, wenn wir können und uns mutig genug fühlen, einfach ehrlich über unsere eigenen Erfahrungen sprechen. Das gibt anderen Menschen den Raum und den Mut, das Gleiche zu tun, aber vor allem das Gefühl, nicht allein zu sein", sagte Meghan.

Herzogin Meghan: Darum ging sie mit ihren Suizid-Gedanken an die Öffentlichkeit

Sie gab zu bedenken, dass es während der Corona-Pandemie und den weltweiten Lockdowns vermehrt Menschen gegeben haben könnte, die mit solchen Gedanken zu kämpfen hatten, aber nicht über ihre Erfahrungen sprechen möchten.  

"Und deshalb habe ich die Entscheidung getroffen", sagt Meghan", "einfach zu sagen: 'Wenn meine Erfahrung jemandem helfen kann, sich nicht genauso zu fühlen oder zu wissen, dass es Hoffnung gibt, dann ist es jede Sekunde wert, was auch immer damit einhergeht."

Sie wolle ein Beispiel für Resilienz sein und zeigen, dass es "ein Happy End" geben kann. "Ich denke, das ist es, was die meisten Menschen in solchen Momenten suchen."

Meghans Zeit im Palast wird vermutlich auch Thema in der Netflix-Dokumentation "Harry & Meghan" sein, die am 8. Dezember erscheint.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter (0800) 1110111 und (0800) 1110222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Quellen: "Page Six", "BBC"

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