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Förderung eines gesundes Körperbildes: "Vogue" verabschiedet sich von Mager-Models

In Zukunft will die Modezeitschrift "Vogue" nicht mehr mit mageren Models zusammenarbeiten. Die Frauen sollen "objektiv gesund" sein. Modeschöpfer Marc Jacobs hält nichts von dem Vorhaben.

Die "Vogue" will künftig auf Mager-Models verzichten. Alle internationalen Ausgaben der Modezeitschrift haben sich mit einer "Gesundheitsinitiative" einen Sechs-Punkte-Kodex verordnet, demzufolge sie nicht mit essgestörten Models und Mädchen unter 16 Jahren zusammenarbeiten wollen - zumindest "nicht wissentlich". "Als eine der einflussreichsten Stimmen der Modewelt sieht sich "Vogue" in der Verantwortung, ihr Gewicht in die relevanten Themen und Diskussionen der Branche einzubringen", teilte der Condé Nast Verlag am Donnerstag in München mit.

"Vogue" ist davon überzeugt, dass Schönheit und Gesundheit zusammengehören", erklärte der Vorsitzende von Condé Nast International, Jonathan Newhouse. Die Initiative startet weltweit mit den Juni-Ausgaben, nur die japanische "Vogue" steigt erst einen Monat später ein.

Designer sollen Mustergrößen überdenken

Laut Sechs-Punkte-Plan will die "Vogue" sich für gesundheitsbewusste Arbeitsbedingungen einsetzen und ausschließlich mit Models zusammenarbeiten, "die, objektiv betrachtet, gesund sind und dazu beitragen, ein gesundes Körperbild zu fördern". Außerdem will man sich bei Castings, Modenschauen und Kampagnen die Ausweise der Models zeigen lassen, um sicherzustellen, dass keine Unter-16-Jährigen beschäftigt werden.

Zudem soll es ein Mentorenprogramm geben, bei dem erfahrene Models ihren jüngeren Kolleginnen zur Seite stehen. Die Modezeitschrift werde außerdem an Designer appellieren, "die Folgen unrealistisch kleiner Mustergrößen ihrer Kleidung zu bedenken". Designer Marc Jacobs hat bereits auf das Vorhaben reagiert. Er halte nichts von derlei Verboten. Was Probleme wie Essstörungen angeht, so meint der Designer, die Lösung liege in Aufklärung und spiritueller Gesundheit.

Mit einer solchen Idee ist die Modebibel "Vogue" nicht die erste. Die deutsche Frauenzeitschrift "Brigitte" hatte bereits 2009 dürren Models mit Kleidergröße "Null" eine Absage erteilt.

kgi/DPA / DPA
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