Claudia Schiffer beim Brentford FC, Michael B. Jordan beim AFC Bournemouth, Tom Brady im Stadion von Birmingham City: Immer mehr Stars investieren jetzt in Fußballklubs. Fast so, als gehöre es zu einer neuen Liga, die altbekannte Statussymbole wie Privatjets, Villen und teure Uhren in den Schatten stellt. Besonders begehrt? Englische Klubs. Immerhin gilt die Premier League als meistgesehene Sportliga der Welt, Milliarden Menschen verfolgen ihre Spiele. Wer dort investiert, kauft sich nicht nur in einen Klub ein, sondern erhält globale Aufmerksamkeit.
Zwar gab es schon immer eine enge Verbindung zwischen Stars und Fußball. So wie einst bei Elton John, der den britischen Verein Watford FC in den 1970er- und 1980er-Jahren als Eigentümer und Vorsitzender aus der vierten bis in die erste Liga führte. Neu ist allerdings die Dimension des Geschäfts. Denn Fußballvereine locken nicht nur Fans an, sondern auch Investoren. Viele Klubs sind zu attraktiven Anlageobjekten geworden, deren Marktwert in den vergangenen Jahren massiv gestiegen ist – durch internationale TV-Rechte, Sponsoren und die globale Vermarktung des Sports.
Fußballklubs, das neue Statussymbol?
Besonders eindrucksvoll zeigt das der Fall David Beckham. Der ehemalige englische Nationalspieler zahlte 2014 rund 25 Millionen US-Dollar für die Lizenz, um mit Inter Miami ein eigenes Team in der Major League Soccer gründen zu dürfen. Heute wird der Klub aus dem US-Bundesstaat Florida auf etwa 1,4 Milliarden Dollar geschätzt. Entscheidend für diesen Erfolg war nicht zuletzt der Transfer von Lionel Messi, der Inter Miami sportlich wie wirtschaftlich in neue Dimensionen katapultierte. Die Trikotverkäufe, Ticketpreise und internationale Reichweite schossen nach oben. Beckham wurde damit zum Vorbild einer neuen Investorengeneration: Prominente kaufen nicht einfach Anteile an Fußballvereinen – sie verwandeln sie in globale Marken.
Für viele Stars ist das Fußballbusiness deshalb nun ein lukratives Geschäft: Sie müssen selten operativ arbeiten, profitieren aber vom Glamour des Sports, exklusivem Zugang und großer medialer Präsenz. Umgekehrt hoffen die Klubs auf neue Zielgruppen und höhere Einnahmen durch die Strahlkraft ihrer prominenten Investoren. Besonders Vereine außerhalb der absoluten Spitzenklasse setzen inzwischen gezielt auf diesen Effekt.
Wie groß die Wirkung sein kann, zeigte Birmingham City nach dem Einstieg von Tom Brady im Jahr 2023. Der Verein sei „für zehn Tage zum meistdiskutierten Fußballklub der Welt“ geworden und habe 17 Milliarden positive öffentliche Aufrufe erzielt, sagte damals Tom Wagner, der Mehrheitsbesitzer von Birmingham City.