Sie komplett in Weiß, er vollständig in Schwarz: Lars Eidinger (50) und Isabelle Huppert (72) haben bei der Berlinale einen optisch symbolträchtigen Auftritt hingelegt. Hand in Hand betraten die beiden Stars, die vor Ort ihren gemeinsamen Film "Die Blutgräfin" als Weltpremiere präsentierten, den roten Teppich des Filmfestivals.
Die französische Schauspielerin setzte für ihren eleganten Auftritt in weißer Hose und ärmellosem Top zudem auf farblich abgestimmte, lange Handschuhe, die fast bis zu ihren Achseln reichten. Einzig im Gesicht trug sie mit einer lässigen Sonnenbrille ein schwarzes Accessoire. Passend zum Filmtitel hatte sie roten Lippenstift aufgetragen. Ihr deutscher Kollege Eidinger vertraute derweil auf ein nobles, großzügig geschnittenes Zweireiher-Jackett und eine ebenfalls weite schwarze Hose.
Darum geht es in "Die Blutgräfin"
Bei "Die Blutgräfin" handelt es sich um eine Horror-Komödie der deutschen Regisseurin Ulrike Ottinger, die sich mit dem Mythos der verurteilten Mörderin Elisabeth Báthory dreht. Der Film spielt im Wien der Gegenwart, Báthory (Hubbert) ist eine Vampirin, die sich nach Jahrzehnten im Verborgenen wieder in die Öffentlichkeit wagt. Gemeinsam mit ihrer Zofe Hermine (Birgit Minichmayr), einem Vegetarier-Vampir namens Rudi Bubi (Thomas Schubert) und dessen Therapeuten (Eidinger) im Schlepptau macht sie sich auf die Suche nach einem mächtigen Buch, das das Ende ihres Vampirreichs einläuten könnte.
Für den Goldenen Bären kommt "Die Blutgräfin" nicht infrage, der Film wird außer Konkurrenz aufgeführt. Es handelt sich dabei um das zweite gemeinsame Filmprojekt von Lars Eidinger und Isabelle Huppert binnen weniger Jahre. 2022 erschien die deutsch-französische Koproduktion "Die Zeit, die wir teilen" von Laurent Larivière. Hubbert verkörpert darin eine erfolgreiche Verlegerin, Eidinger einen ihrer Klienten.