Milano Moda Donna Auch Mailand gegen Mager-Models


Die jetzt beginnende Mailänder Modewoche setzt nicht nur die in Madrid begonnene Kampagne gegen stark untergewichtige Models fort, sondern geht noch weiter. Die Mannequins müssen verschiedene Atteste vorweisen.

Nach Madrid hat nun auch Mailand der Magersucht unter Models den Kampf angesagt. Erregten in der vergangenen Woche die Modenschauen in Spaniens Hauptstadt mit der Einführung eines Gewichtslimits für ihr Vorführpersonal weltweite Aufmerksamkeit, geht die Milano Moda Donna sogar noch einen Schritt weiter. Rund 1000 junge Frauen sollen für die von diesem Wochenende an bis zum 30. September laufenden Designerdefilees Frühjahr/Sommer 2007 im Einsatz sein. Und jede von ihnen muss zuvor mehrere Auflagen erfüllen.

Mit Gesundheitspass und Schul-Nachweis

So gehört eine Gesundheitsbescheinigung vom Arzt dazu. Minderjährige benötigten zusätzlich einen Schul-Nachweis sowie Begleitschutz durch Eltern oder eine autorisierte Person, lauten die Eckpunkte der von der Associazione Servizi Moda (Assem) vorgeschriebenen neuen Richtlinien. Der Dachverband der Model- Agenturen wird nach eigenen Angaben bei dieser Initiative von der Stadt Mailand unterstützt, die so nicht nur die Magersucht bekämpfen, sondern zugleich die Prostitution stoppen möchte. Für Models aus nicht zur EU gehörenden Länder gelten deshalb noch strengere Regeln.

So müssen diese Models künftig bezahlte Rückflugtickets in die Heimat vorweisen. "Wir wollen mehr Transparenz und wehren uns dagegen, dass einige Betrüger den Ruf unserer Arbeit zerstören", begründete Assem-Präsident Guido Dolci das neue Regelwerk.

DPA DPA

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