Modenschauen Trés chic in Paris, trendy in Berlin


Der nächste Winter kann kommen: Während in Paris der Startschuss für die Herrenmodenschauen für Herbst/Winter 2006/07 fiel, begann in Berlin die hippe Modewoche: Eleganz vs. Sport- und Streetwear.

Noch friert Paris in der Kälte dieses Januars, doch modisch gesehen geht es schon in den kommenden Winter. Die Prêt-á- Porter-Schauen der Herrenmode für Herbst/Winter 2006/2007 haben am Freitag begonnen, direkt im Anschluss an die ungleich glamouröseren Haute-Couture-Präsentationen der Damen. Bis zum kommenden Dienstag stellen 45 Designerhäuser in Museen, Theatern, der Börse und dem Sportpalast ihre Entwürfe vor, darunter große Namen wie Louis Vuitton, John Galliano, Saint Laurent und Dior. Hinzu kommen rund 20 kleinere Showroom-Präsentationen.

Den Anfang machte der Bulgare Petar Petrov mit seiner Schau am Freitagmittag. Der in Wien lebende Designer, der unter anderem bei Mode-Star Raf Simons studiert hat, mischt Schräges mit Edlem. Hellgraue Röhrenjeans zum weiten Mélange-Pullover und Hosenträgern, Shirts mit morbiden Aufdrucken und kastige Blousons stehen neben feinen schmalen Smokings mit blau schillerndem Besatz am Kragen als einziger Extravaganz.

Nachwuchs-Kreationen

Gleichtzeitig hat in Berlin die Modewoche zu den Trends für Herbst und Winter 2006/07 begonnen. Als erste Messe öffnete die "Bread and Butter". "Wir sind sehr zufrieden", sagte ein Sprecher zum Auftakt. Im Industrieambiente der Kabelwerke in Spandau präsentieren rund 500 Aussteller ihre Kollektionen den Fachbesuchern. Zum Angebot gehören Edel-Sportbekleidung und Streetwear.

Berlin ist noch bis zum 31. Januar Treffpunkt der Branche: Neben der Premium und der B-in-Berlin ist die Frauenmodemesse 5th Floor neu hinzugekommen. Bei der "Beck's Fashion Experience" am Freitagabend wollte der europäische Nachwuchs seine Kreationen zeigen.

Berlin hat sich in den vergangenen Jahren als Konkurrenz zur traditionellen Modemetropole Düsseldorf etabliert. Besonders junge Designer finden dort günstige Ateliers und Ladenflächen sowie ein neugieriges Publikum.

DPA DPA

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