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Pariser Haute Couture: Auftakt mit viel Seide und Taft

Vier Tage lang rückt Paris wieder ins Zentrum der Modewelt: Zu den Haute Couture Schauen zeigen internationale Star-Designer ihre Kreationen. Auffällig auch in diesem Jahr, wie wenig Stoff zu sehen ist.

Mit viel Seide und Taft hat das Modehaus Torrente am Montag in Paris den Reigen der viertägigen Haute-Couture-Schauen für die Saison Frühjahr/Sommer 2004 eröffnet. Die reich bestickten und farbenprächtigen Modelle wurden von Journalisten und Modefachleuten mit viel Applaus gewürdigt. Es war die erste Torrente-Kollektion des 28-jährigen Julien Fournié, der mit seinen Kreationen zu den Ursprüngen der Weiblichkeit zurückkehren will.

Durchsichtige Naturseide, Taft und Satin gehören zu der neu entdeckten Weiblichkeit sowie Korsetts und elegante Schleierkleider. Besonders chic und sexy ist das knielange schwarze Spitzenkleid, dessen Stickereien nur das Wesentliche des weiblichen Körpers bedecken. Dazu kann die modebewusste Frau eine fast knöchellange Krawatte tragen, ein Element, das bei Torrente für Frühling/Sommer 2004 auf der Tagesordnung steht. Im Kontrast zu den schmal geschnittenen Korsett-Abendroben stehen die üppigen Kleider im Barockstil.

Mit viel Spannung werden auch die Schauen von Christian Lacroix, Christian Dior und Jean-Paul Gaultier erwartet. An den bis zum 22. Januar dauernden Schauen nehmen insgesamt 12 Haute-Couture-Häuser teil sowie 8 eingeladene Modeschöpfer, darunter der Libanese Elie Saab, der sich mit seinem Glamour-Stil einen Namen gemacht hat, und Maurizio Galante. Das Defilee des italienischen Designers gehört zweifellos zu den originellsten Schauen. Seine Miniatur-Kleider werden von Marionetten auf einem Mini-Laufsteg vorgeführt.

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