Tipps der Dermatologen Tattoo-Entfernung


Grün macht bei Tattoo-Entfernungen die meisten Probleme, wie Dermatologen berichten. Problemlos beseitigen lassen sich jedoch kleine Bilder mit geringer Farbdichte.

Die Farbe Grün macht beim Entfernen von Tattoos die meisten Probleme: Denn hier kann es zu einem Farbumschlag in Türkis kommen, wie der Berufsverband der Deutschen Dermatologen in Euskirchen berichtet. In den meisten Fällen könne der Hautarzt aber inzwischen die Körperbilder mit Hilfe moderner Lasersysteme relativ gut und meist auch komplikationsarm entfernen. "Aber zeitaufwendig und teilweise schmerzhaft ist dies schon", sagt die Hamburger Dermatologin Kirsten Wiese.

Nach Angaben der Medizinerin liegt das Tattoo mit seinen Farbpigmenten wie eine Scholle unter der Haut. Durch den Laserstrahl würden die Pigmente selektiv zersprengt. An den geschädigten Hautstellen bilde sich eine Entzündung, die körpereigene Fresszellen aus dem Immunsystem anziehe. Diese nähmen die Farbpartikel auf und transportierten sie ab. Laut Wiese hängt die Art der Behandlung und des zum Einsatz kommenden Lasers von der Menge der Farbpigmente, der Stichtiefe sowie der Art und Anzahl der Farben ab. Besonders gut entfernen ließen sich Schwarz, Blau, Gelb und Rot, erklärt die Expertin. Kleine Bilder mit geringer Farbdichte könnten schon in wenigen Sitzungen beseitigt werden.

Risikobehafteter Eingriff in das größte Organ des Menschen

Dagegen seien bei großen, farbdichten und intensiven Bildern bis zu 20 Sitzungen erforderlich. Bei sehr tief liegenden Farbpigmenten reiche der Laser nicht aus: Dann müssten unter örtlicher Betäubung Hautteile ausgestanzt werden. In diesem Fall könnten auch Narben zurückbleiben.

Die Ärztin rät daher, sich jede Tätowierung gründlich zu überlegen. Denn es handle sich jedes Mal um einen risikobehafteten Eingriff in das größte Organ des Menschen. Selbst pflanzliche Farbstoffe wie zum Beispiel Henna könnten heftige allergische Reaktionen auslösen. "Man muss immer bedenken, dass das Einbringen von Fremdkörpern, wie sie die Farbpigmente darstellen, ein Infektionsrisiko einschließt", betont Wiese. Zudem könne es zu Wundheilungsstörungen mit der Bildung hässlicher Wulstnarben kommen.

AP AP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker