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Feuerwehr, Polizei und Co.: Warnstreik im öffentlichen Dienst: Beschäftigte springen in die Alster

Mit einem Sprung in die eiskalte Alster drückten Beschäftige des öffentlichen Dienstes am Dienstag ihren Unmut über die "Blockadehaltung" der Arbeitgeber aus. Das passende Motto zu dem kreativen Protest: "Der öffentliche Dienst geht baden". 

Warnstreik Hamburg: Sprung in die Alster

Unter dem Motto "Der öffentliche Dienst geht baden" protestierten Feuwehrleute, Polizisten und Co. am Dienstag mit einem Sprung in die Alster.

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Die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes fordern bundesweit mehr Lohn. Nachdem die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein entsprechendes Angebot vorgelegt hatte, riefen die Gewerkschaften am Dienstag deutschlandweit zum Warnstreik auf. In Hamburg wurde besonders kreativ gestreikt.

In Köln, Bonn, Düsseldorf und Essen legten Mitarbeiter von Unikliniken die Arbeit nieder, wie Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Dienstagmorgen sagten. In Bayern traten etwa 120 Beschäftigte im Straßenbau, in Flussmeisterstellen und Bauämtern in den Ausstand.

Hamburg: Protest an der Alster mit viel Aufmerksamkeit

In Hamburg beteiligten sich rund 1000 Menschen an einem Protestmarsch. Sie versammelten sich am Hauptbahnhof und zogen vor das Rathaus und an die Alster. Bei einer Kundgebung unter dem Motto "Der öffentliche Dienst geht baden" sollten Beschäftigte ihrem Unmut über die "Blockadehaltung" der Arbeitgeber durch einen Sprung in die rund 4,5 Grad kalte Alster Ausdruck verleihen.

In dem Tarifkonflikt fordern die Gewerkschaften sechs Prozent mehr Lohn für die gut 800.000 direkt betroffenen Angestellten der Länder. Der TdL gehören alle Länder außer Hessen an. Die Tarifverhandlungen werden am 28. Februar fortgesetzt.

fk / DPA

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