HOME

Fast Forward: "Love": Die Liebes-Serie, die keine Rosenblätter braucht

Breaking Bad, Game of Thrones, House of Cards: Alles schon gesehen. In der Rubrik Fast Forward blicken wir über den Tellerrand und empfehlen Serien, die nicht jeder kennt – im Schnelldurchlauf. Heute: Love.

Mickey (Gillian Jacobs) und Gus (Paul Rust) sind verliebt - haben aber auch ihre Schwierigkeiten.

Mickey (Gillian Jacobs) und Gus (Paul Rust) sind verliebt - haben aber auch ihre Schwierigkeiten.

Das Netflix-Original "Love" hat gerade seine zweite Staffel bekommen - und sie ist mindestens genauso gut wie die erste. Mehr Gründe, der Serie eine Chance zu geben? Hier bitte:

Worum es geht:

Mickey und Gus. Ein ungleiches Paar, das sich trotz aller Unterschiede schwer verliebt und versucht, zusammen zu sein.

Worum es wirklich geht:

Mickey und Gus. Und all ihre Neurosen, Probleme und Abhängigkeiten, die ihrer Liebe manchmal ein ziemlich hässliches Gesicht geben.

Gus ist ein notorischer Loser, Mickey alkohol- und sexsüchtig. Achja, all ihre Freunde haben ebenfalls einen Schaden. Allerdings macht das die Serie so charmant: Sie ist näher dran am "echten Leben" junger Verliebter, als alle Hollywood-Paare es je sein werden. Sie zeigt Liebe genau so verwirrend, verletzend und kompliziert, wie sie in Zeiten von Tinder und Booty-Calls nunmal ist.

Besonderheiten:

Der Soundtrack ist der feuchte Traum eines jeden Musik-Hipsters und könnte ohne Weiteres im Hintergrund jeder entspannten WG-Party laufen. Die Songs passen so perfekt zum Millenial-Lebensgefühl, das die Serie vermittelt, dass es schon fast zum Heulen ist. Wer auch immer sie ausgesucht hat: Alle Daumen hoch. Zum Glück hat irgendeine gute Seele alle Rohdiamanten aus dem Soundtrack der zweiten Staffel zu einer Spotify-Playlist zusammengestellt:

Was nervt:

Obwohl es sie teilweise auch sympathisch macht, so seltsam und kaputt zu sein, wie sie es nunmal sind, treffen die Charaktere teilweise Entscheidungen, die so absolut behämmert sind, dass sie eigentlich in einen Horrorfilm gehören. Nein, weder den Ex zu vögeln, noch in einem offensichtlich verfluchten Haus zu übernachten, sind gute Ideen.

Lieblingscharakter:

Mickey. Schon in "Community" hat Gillian Jacobs als die rotzige Rebellin der Gruppe ernsthaftes Girlcrush-Material - und in "Love" ist ihre Garderobe noch dazu on fucking point.


Gut gesagt:

Mickey: "Maybe we could pretend like nothing happened and see if anyone notices?"

Gus: "That's my whole philosophy in life."

Wo man es sehen kann:

Netflix.

Staffeln:

Bisher 2, die erste mit zehn, die zweite mit zwölf Folgen.