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Serienhit vor dem Aus: Nach Vorwürfen gegen Spacey: Netflix stellt "House of Cards" ein

Kurz nachdem "House of Cards"-Hauptdarsteller Kevin Spacey sich als homosexuell geoutet hat, gibt Netflix bekannt, dass die Serie eingestellt wird. Gibt es einen Zusammenhang?

Der US-Streaming-Anbieter Netflix stellt die Produktion seiner Serie "House of Cards" überraschend ein. Das berichten mehrere US-Medien übereinstimmend, unter anderem die Plattform "Hollywood Reporter" und das Portal "Mashable". Demnach soll nach den zurzeit laufenden Dreharbeiten für die sechste Staffel Schluss für das Erfolgsformat sein. 

Die Ankündigung erfolgte kurz nachdem der 58-jährige Hauptdarsteller Kevin Spacey die sexuelle Belästigung des damals 14-jährigen Schauspielers Anthony Rapp vor rund 30 Jahren eingestanden und dafür um Entschuldigung gebeten hat. Gleichzeitig outete sich der zweifache Oscarpreisträger als homosexuell.


Überraschendes Ende für "House of Cards"

Ein Zusammenhang zwischen den Äußerungen Spaceys und dem geplanten Ende der Serie besteht aber offenbar nicht. Nach übereinstimmenden Medienberichten ist das Aus für "House of Cards" bereits seit Monaten beschlossene Sache. Dass die Einstellung ausgerechnet jetzt bekannt wird, dürfte jedoch mit der Causa Spacey zusammenhängen - möglicherweise bemüht sich Netflix um Schadensbegrenzung.

Man sei "sehr erschüttert über die Nachrichten bezüglich Kevin Spacey", teilte das Unternehmen in einer ersten Stellungnahme mit. Der Schauspieler arbeite derzeit wie geplant nicht am Filmset.

Abschied von Frank Underwood

Für Fans bedeutet das Ende der Serie, dass sie dem von Kevin Spacey gespielten Frank Underwood im kommenden Jahr noch 13 Folgen lang bei seinen Intrigen in Washington zuschauen können, für Netflix hingegen bedeutet es einen Abschied von einem seiner Serienflaggschiffe.

Die Serie läuft seit 2013 bei dem US-Streamingdienst, wurde von der Kritik größtenteils hoch gelobt und mehrfach mit dem Fernsehpreis "Emmy" ausgezeichnet. Auch in Deutschland hat "House of Cards" eine große Fangemeinde, die sich in den sozialen Netzwerken zwiegespalten zu dem bevorstehenden Ende äußerte.