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BDSM: Dominanz und Unterwerfung: Warum sich neue Abenteuer im Bett lohnen können

Machtspiele, um die Lust zu steigern - so funktioniert BDSM. Das Spiel um Dominanz und Unterwerfung ist spätestens seit dem Erfolg von "50 Shades of Grey" in den Schlafzimmern angekommen. Aber womit fängt man am besten an? Wir zeigen dir acht beliebte Spielzeuge zum Herantasten und Ausprobieren.

BDSM verspricht neue Abenteuer und Spaß im Bett

BDSM verspricht neue Abenteuer und Spaß im Bett

Getty Images

Sich sexuell auf neue Abenteuer einzulassen, ist nicht jedermanns Sache. Wer sich aber traut, der entdeckt vielleicht ganz neue Seiten an sich - und an Partner oder Partnerin. Das kann neuen Schwung in langjährige Beziehungen bringen und fördert den Sinn für die eigene Sexualität. Ganz im Sinne von "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt" widmen wir uns deshalb hier dem Thema BDSM und zeigen dir, welche Grundregeln und aufregenden Spielzeuge es gibt.

Was ist BDSM?

BDSM kommt aus dem Englischen ("Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism") und beschreibt Praktiken rund um Machtspiele, Dominanz und Unterwerfung, Lustschmerz und Fesselspiele. Dabei können Handschellen, Seile oder auch Peitschen zum Einsatz kommen, die den Partner lustvoll quälen sollen. Das Alles passiert nur im gegenseitigen Einvernehmen und kann jederzeit unterbrochen oder beendet werden. Nur wer sich dabei wohl fühlt, kann sich fallen lassen und das Rollenspiel intensiv erleben.

Die Grundregeln

Du möchtest wissen, wie sich BDSM-Sex anfühlt? Diese Grundregeln solltest du vorher kennen.

  • Wichtige Begriffe wie Sub, Top, Bottom oder Dom werden dir öfter begegnen. Sub oder Bottom nennt man die unterworfene Person. Top oder Dom beschreibt denjenigen, der die Kontrolle innehat und als dominanter Partner im Rollenspiel auftritt.
  • Das "Safeword" ist wichtiger Bestandteil des Machtspiels. Beide Partner müssen zu jeder Zeit wissen, dass sie die Aktion des anderen beenden können, indem sie das vereinbarte "Safeword" sagen. Gegenseitiges Vertrauen ist das A und O und die Basis dafür, dass alle Beteiligten sich unbeschwert auf das Abenteuer einlassen können.
  • Erlaubt ist, was gefällt. Allerdings nur im gegenseitigen Einvernehmen. Von Fesselspielen am Hals ist hingegen abzuraten. Die Gefahr einer Erdrosselung und eines Herzstillstandes ist zu hoch.
  • Es empfiehlt sich, zur Sicherheit immer eine Schere oder einen Cutter in der Nähe zu haben. Falls es zu einem Notfall kommen sollte, kann schnell gehandelt werden.
  • Wenn du dich an BDSM gerade herantastest, sprich vorher mit deinem Partner über No-Gos sowie Wünsche. So könnt ihr euch gemeinsam von soften Praktiken an härtere Spiele herantasten. Beginnt zum Beispiel damit, eine Krawatte zum Fesseln zu verwenden und wählt einfache Fesseltechniken aus, sodass sich die unterworfene Person vorerst selbst befreien könnte.

Im Video: Wie BDSM Sex intimer machen kann, und wo die Gefahren liegen

Neon-Reihe #sexbewusst: Wie BDSM Sex intimer machen kann, und wo die Gefahren liegen

Acht BDSM-Spielzeuge zum Ausprobieren

Du hast BDSM noch nicht ausprobiert, aber bist neugierig, welche Techniken sich dahinter verstecken? Wir zeigen dir acht beliebte Gadgets, mit denen du dein aufregendes Abenteuer starten kannst.

1. Hand- und Fußfesseln

Bei BDSM geht es darum, den anderen zu kontrollieren, indem man ihn beispielsweise fesselt und ihn auf diese Weise dominiert. Die gefesselte Person ist dem Dom unterlegen, weil sie sich weniger oder kaum bewegen kann und sich dem Gegenüber hingibt. Hand- und Fußfesseln sind daher ein beliebtes Spielzeug, um den Partner zu kontrollieren und ideal für den Einstieg geeignet.
Hier findest du ein gutes Set für Einsteiger.

2. Nadelrad

Nervenkitzel gefällig? Die Augen des untergebenen Partners könntest du mit einer Augenbinde verbinden. Dann kommt das Nadelrad oder auch Nervenrad zum Einsatz. Es stimuliert die Nerven, wenn man mit den Spitzen des Rädchens über die Haut fährt. Es kann Schmerzen zufügen, je nachdem wie stark der Dom auf der Haut aufdrückt.

Hier gibt es ein Nadelrad aus Messing.

BDSM-Spiele können neuen Schwung in Beziehungen bringen

BDSM-Spiele können neuen Schwung in Beziehungen bringen

Getty Images

3. Harness

Dieses Bondage-Gadget ist ein Geschirr, das um die Brust getragen wird. Es soll den Partner greifbar und kontrollierbarer machen, indem das Geschirr eine Halte- und Pack- Funktion einnimmt. Am Geschirr befinden sich verschiedene Riemen und Ösen, sodass es auch dazu verwendet werden kann, den Partner daran zu fesseln.

Hier gibt es einen Harness für Männer und hier für Frauen.

4. Bondage-Tape

Bei BDSM geht es um vermeintlichen Kontrollverlust. Der dominierte Partner möchte sich unterwerfen und der dominante Part will die Kontrolle über sein Gegenüber ausnutzen. Die Machtlosigkeit des Sub wird umso deutlicher, wenn keine Möglichkeit der verbalen Kommunikation besteht. So sind Bondage-Tapes beliebte Gadgets, um den Mund zuzukleben. Natürlich kannst du das Tape auch zum Fesseln verwenden.

Hier findest du ein passendes Bondage-Tape.

Im Video: Gewaltfantasien – stehen Frauen wirklich drauf?

Sex-Fantasien

5. Seile aus Baumwolle

Seile aus Baumwolle sind der Klassiker unter den Bondage-Spielzeugen. Du kannst sie flexibel einsetzen, ob für verschiedene Knoten oder zur Befestigung am Bett.  Das Seil sollte flexibel und elastisch sein. Wie du deinen Partner fesselst, kannst du individuell entscheiden. In diesem YouTube-Video gibt es spannende Inspiration für Fesseltechniken.

Hier gibt es elastische Baumwollseile.

6. SM-Kerze

Schon Leonardo DiCaprios Charakter in "Wolf of Wall Street" weiß eine heiße SM-Kerze zu schätzen. Als Aktienhändler Jordan Belfort genießt er es, sich das heiße Wachs auf die nackte Haut tropfen zu lassen. Genau das ist der Reiz der Kerze. Du kannst sie verwenden, um den Partner zu stimulieren und ihm leichte Schmerzen zuzufügen. Wie viel Wachs heruntertropft, bestimmt den Schmerz und bleibt dem Dom überlassen. Noch interessanter wird es, wenn der Partner eine Augenbinde tragen muss. Verwende für dieses Spiel nur spezielle Niedrigtemperaturkerzen, denn sie bestehen aus reinem Paraffin und sind weniger heiß als herkömmliche Kerzen.

Hier findest du eine passende Niedrigtemperaturkerze.

7. Streichelfeder

Bei BDSM geht es darum, den anderen lustvoll zu quälen. So können sich dabei Bestrafung und Belohnung abwechseln, damit das Spiel aufregende Höhen und Tiefen hat. Nach der Härte kommt also gerne auch eine angenehme Abwechslung in Form einer Streichelfeder ins Spiel. Nur um anschließend wieder dominant durchzugreifen. 

Hier gibt es eine Streichelfeder.

8. Flogger und Peitsche

Apropos Belohnung und Bestrafung. Auf die softe Feder könnte eine Peitsche folgen. Sie dient der Bestrafung und macht die Dominanz des Doms sichtbar. Flogger sind ebenfalls beliebte Spielzeuge. Sie bestehen aus mehreren Riemen und können unterschiedlich viel Schmerz verursachen, je nachdem, wie stark die dominante Person zuschlägt.

Hier findest du ein Set aus Flogger und Peitsche.

BDSM, ist das etwas für mich?

Ob du BDSM selbst ausprobieren möchtest, kannst nur du selbst beantworten. Menschen, die offen und neugierig sind, können mit spannenden Fesselspielen einen neuen Twist ins Liebesleben bringen. Das kontrollierte Machtspiel ist für denjenigen etwas, der keine Scheu vor neuen Erfahrungen hat. Dominanz und Unterwerfung sind der Kern des sexuellen Rollenspiels, eine der beiden Rollen sollte dir also zusagen. Wichtig ist, dass du deinem Gegenüber vertraust und das Spiel jederzeit beenden könntest. Taste sich langsam an BDSM heran und finde heraus, welche Dinge dir und deinem Partner gefallen. Habt ihr beide Spaß daran, kann es eine aufregende Bereicherung für euer Sexleben sein und eine Abwechslung zum Alltag.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

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