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Twitter-Diskussion: "Ach, komm schon!" Warum wir aufhören sollten, Leuten Alkohol andrehen zu wollen

Besonders als Frau kennt man die Situation, wenn man mal keinen Alkohol trinken will: "Bist du schwanger?" Eine Twitter-Userin macht darauf aufmerksam, wie dreist und unsensibel es eigentlich ist, Nicht-Trinkern auf Partys Drinks aufzuschwatzen.

Zehn Fakten zum Alkohol

"Waaaas?! Wieso trinkst du denn heute nichts?!" Jeder von uns hat so einen Spruch bestimmt auf einer Party gedrückt bekommen – oder ihn selbst schon mal (mehr oder weniger betrunken) jemanden an den Kopf geschmissen. Ich selbst würde mich da nicht ausnehmen und will mich hier gerne noch mal bei allen entschuldigen, denen ich schon mal diese übergriffige Frage gestellt habe, ohne mir Gedanken zu machen. 

Mir selbst fällt immer auf, wie unangenehm sowas eigentlich werden kann, wenn ich selbst mal auf einer Party keinen Alkohol trinke. Dann heißt es nämlich sofort immer: "BIST DU ETWA SCHWANGER?!" Ähm, nein? Manchmal kommt es mir so vor, als sei das die einzig adäquate Antwort, die mein Gegenüber zufrieden stellen würde. Schwanger oder saufen. Besonders schön ist es, wenn man als Beweis dann doch einen Schluck vom Gin Tonic des Fragenden nehmen muss, damit keine Schwangerschaftsgerüchte die Runde machen, weil ein einfaches Nein nicht glaubwürdig erscheint.

Antworten, warum man keinen Alkohol trinkt, werden nicht akzeptiert

"Wenn jemand Alkohol ablehnt, ist die Frage nach dem Warum schon dreist genug", findet Twitter-Userin McHeidy. Sie hat eine Diskussion zu dem Thema in dem sozialen Netzwerk gestartet – und auch mich mal wieder zum Nachdenken gebracht. Sie nervt es besonders, dass Antworten wie "Ich muss noch Auto fahren" oder "Ich mag nicht" oder "Ich vertrage keinen Alkohol" nicht einfach akzeptiert werden. Am liebsten wäre es ihr, es gäbe gar keine Nachfragen. "'Ach komm, ein Glas geht doch' ist die falsche Reaktion", schreibt sie. "Genauso wie der Person den Alkohol implizit oder explizit aufzudrängen." Durch den gesellschaftlichen Druck würden viele dann doch nachgeben und mittrinken. Dabei findet sie: "Nüchterne Menschen können den selben Spaß haben wie Nicht-Nüchterne."

Unter ihrem Post findet sich viel Zuspruch und einige Anekdoten von anderen Usern. "Ein guter Freund von mir ist trockener Alkoholiker. Selbst ihm wurde schon wider besserem Wissen der Leute Alkohol untergejubelt", schreibt CarolusKaterus. Ein anderer User namens herontronic: "Ich habe leider von Geburt an Probleme mit der Leber und darf auf keinen Fall trinken. Aber ich habe keinen Bock, das in jeder spaßigen, feuchtfröhlichen Runde zu erzählen." Für Nicht-Trinker kann eine Party so schnell zum Spießrutenlauf werden: "Genau wegen solcher Leute meide ich jede Feier. Die Betriebsweihnachtsfeier, die heute ist, lass ich auch ausfallen, bin jetzt schon genervt", schreibt User Haoz91

"Aber Kommunikation ist wichtig"

Es gibt aber auch Einwände: "Ich finde die Frage nach dem Warum wichtig, auch wenn sowas nicht gerne beantwortet wird", schreibt Userin ElioseSirius. Sie würde gerne wissen, wenn jemand trocken ist, damit sie der Person nie wieder Alkoholhaltiges anbietet. "Aufdrängen geht gar nicht, aber Kommunikation ist megawichtig!" 

Der Post zeigt mal wieder, wie dauerpräsent der Alkohol in unserer Gesellschaft ist, vor allem in Deutschland. Klar, ich trinke auch gerne mal ein Gläschen Wein mit Freunden und bin manchmal auf Partys auch richtig betrunken – aber es ist meine eigene Entscheidung, die ich niemandem aufzwingen sollte. Die Frage, warum jemand nicht trinkt, ist, wenn man sich ernsthaft für den Grund interessiert, vielleicht nicht immer sofort unangebracht. Doch vielleicht sollten wir alle etwas sensibler werden. Auch wenn wir keine Antwort oder eine nicht zufriedenstellende bekommen, sollten wir niemanden zum Alkoholtrinken zwingen. Und wenn ihr das nächste Mal auf einer Party eine nüchterne Frau seht, tätschelt ihr bitte nicht sofort das Bäuchlein. Danke!

Zehn Fakten zum Alkohol
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.