"Poker Face"-Star Schauspielerin Natasha Lyonne räumt öffentlich Sucht-Rückfall ein

Die Schauspielerin Natasha Lyonne
Die Schauspielerin Natasha Lyonne
© Xavier Collin / Avalon / Imago Images
Als junge Frau war Natasha Lyonne abhängig von Alkohol und Drogen – sie schaffte den Entzug und war viele Jahre clean. Jetzt musste sie einen Rückschlag einstecken. 

US-Schauspielerin Natasha Lyonne wagte am Samstag einen ungewöhnlichen Schritt: Auf der Plattform X verkündete sie öffentlich, dass sie nach mehr als einem Jahrzehnt der Abstinenz rückfällig geworden sei. In einem kurzen, aber eindringlichen Post schrieb sie: "Ich habe meinen Rückfall öffentlich gemacht, mehr dazu später." 

Lyonne, 46, ist bekannt für ihre Rollen in Serien wie "Poker Face" und "Matrjoschka". Sie steht aber schon seit den frühen 1990er Jahren vor der Kamera, Bekanntheit erlangte sie etwa durch die "American Pie"-Reihe, in der sie als 20-Jährige Jessica, die schlagfertige Freundin von Vicky (Tara Reid), spielte. Sie hat sich im Laufe der Jahre auch als Produzentin und Regisseurin profiliert.

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Natasha Lyonne offenbart Rückfall

Der nun öffentlich gemachte Rückfall steht in einem größeren Kontext: Natasha Lyonne hat vor Jahren bereits offen über ihre früheren Suchtprobleme gesprochen. In den 2000ern war sie abhängig von Alkohol und harten Drogen wie Heroin, was schließlich zu schweren gesundheitlichen Problemen führte – sie erlitt 2005 einen Lungenkollaps, eine Herzinfektion und bekam Hepatitis C. Diese Erfahrungen waren für die Schauspielerin ein Wendepunkt, der sie motivierte, einen Entzug zu beginnen. Weit mehr als zehn Jahre blieb sie anschließend clean.

Trotz dieses Rückfalls gibt die Frau mit den beeindruckenden roten Locken nicht klein bei. In weiteren Posts auf X betonte Lyonne, dass "Heilung ein lebenslanger Prozess" sei. Sie richtete zudem warme Worte an andere Menschen, die in Kommentaren offenbarten, dass sie mit ähnlichen Problemen kämpfen. Keiner sei bei diesem Kampf allein, so die Schauspielerin.

"Heilung ist ein lebenslanger Prozess"

Ein weiterer Lichtblick für Lyonne ist ihr aktuelles Filmprojekt mit dem Arbeitstitel "Bambo", bei dem sie nicht nur die Regie übernimmt, sondern auch das Drehbuch geschrieben hat. Der Film erzählt die Geschichte der Boxerin Sophie "Bambo" Braverman und ihres ebenso ehrgeizigen wie eigenwilligen Vaters, der sie groß rausbringen will.

Lyonne schrieb, dass dieses Projekt sie gerade dazu antreibe, ihren Kampf gegen die Sucht wieder aktiv aufzunehmen. Mit ihrem offenen Geständnis setzte sie ein wichtiges Zeichen in der öffentlichen Wahrnehmung von Sucht und Genesung: Rückfälle gehören zum Prozess, und der Mut, darüber zu sprechen, kann anderen Betroffenen Hoffnung machen. 

wt

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