Für einen Disney-Film war "Mulan" 1998 ziemlich feministisch. Schließlich ist das Highlight für jede Frau in dem pastell-farbenen Universum normalerweise die Hochzeit mit einem wildfremden Prinzen, der die Prinzessin zuvor gerettet hat. Yay... Bei Fa Mulan, der Hauptfigur im gleichnamigen Zeichentrickfilm, wird mit dem klassischen Märchen-Lebenslauf allerdings gebrochen. Ihre Eltern wollen der junge Frau mithilfe einer Heiratsvermittlerin "eine gute Partie" als Ehemann beschaffen – doch Mulan ist davon gar nicht begeistert.
Neuer Trailer zur Realverfilmung des Disney-Klassikers "Mulan"
"Es dient dem Wohle der Familie", sagt ihr Vater in dem neuen Trailer, der gerade erschienen ist. Obwohl sie selbst das Rollenverständnis im mittelalterlichen China ablehnt, willigt sie ein: "Ja, ich bringe Ehre für das Haus." Abwechselnd sehen wir Bilder, wie Mulan traditionell geschminkt und zurecht gemacht wird – im Kontrast dazu, wie sie sich auf den Kampf gegen die Hunnen vorbereitet. "Schweigsam. Beherrscht. Anmutig. Diszipliniert", sagt eine Frauenstimme aus dem Off. "Diese Eigenschaften sehen wir in einer guten Ehefrau. Diese Eigenschaften sehen wir in Mulan." In dem Zeichentrickfilm von damals schneidet sich Mulan die Haare ab, um als Mann verkleidet anstelle ihres Vaters in den Krieg gegen die Hunnen, die die Chinesische Mauer gestürmt haben, zu ziehen. Als Mulans Eltern hinter ihren Plan kommen, stecken sie in der Zwickmühle: Sie können ihre Tochter nicht auffliegen lassen, denn dann würde ihr die Todesstrafe drohen.
Inwieweit sich die Handlung bei der Neuinterpretation verändert, ist noch nicht bekannt. "Es ist meine Pflicht zu kämpfen", sagt Mulan am Ende des Trailers. Fulminante Actionszenen wird es auf jeden Fall geben – das verspricht der anderthalbminütige Clip schon jetzt. Der komplette Film wird aber erst im Frühjahr 2020 in den Kinos laufen.