HOME

Christina Applegate und Co.: Nebendarsteller erzählen: So war es wirklich am Set von "Friends"

Stolze 25 Jahre ist es her, dass uns die "Friends" zum ersten Mal in ihren Wohnzimmern begrüßten. Zum Jubiläum lud die "Today"-Show einige der ikonischsten Nebendarsteller ein, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Und die Ergebnisse werden echten "Friends"-Fans die Tränen in die Augen treiben.

Der Hauptcast von "Friends"

Der Hauptcast von "Friends": (v.l.) David Schwimmer, Jennifer Aniston, Courteney Cox, Matthew Perry, Lisa Kudrow und Matt LeBlanc

Picture Alliance

Man will es kaum glauben, aber es ist inzwischen stolze 25 Jahre her, dass die "Friends" zum ersten Mal über unsere Mattscheiben flimmerten. Während Ross, Rachel, Phoebe, Joey, Monica und Chandler zu Beginn der ersten Staffel noch völlig unbekannt waren, schlug die Sitcom ein wie eine Bombe und machte sie zu den größten Serienstars der Neunziger Jahre. 

Besonders schön: Auch Jahre nach dem Abdrehen der letzten Folge scheinen sich die Hauptdarsteller noch blendend zu verstehen. Erst vor Kurzem trafen sich Jennifer Aniston, Courteney Cox und Lisa Kudrow zu einem Mädelsabend und ließen uns per Instagram daran teilhaben.

View this post on Instagram

Halfway there... #girlsnight #?

A post shared by Lisa Kudrow (@lisakudrow) on

Die US-amerikanische "Today"-Show trommelte anlässlich des Jubiläums ein paar der einprägsamsten Nebendarsteller aus zehn Jahren "Friends" zusammen und fragte sie nach ihren schönsten und schrägsten Erfahrungen am Set.  +++ACHTUNG: Nach dem Lesen dieser Statements wird akute Lust auf "Friends" aufkommen. Wer also die nächsten Wochen viel zu tun hat, sollte vielleicht hier aufhören.+++

So war es mit den "Friends" am Set

So erzählt Christina Applegate, die in der neunten und zehnten Staffel Auftritte als Rachels Schwester Amy hatte und für die Rolle, trotz kurzer Auftritte, sogar einen Emmy bekam, dass das eigentliche Highlight ihrer Zeit bei "Friends" die gemeinsame Zeit mit dem Cast gewesen sei: "Das war der beste Teil der Woche, weil sie einfach eine so tolle Gruppe und super lustig waren. Es war leicht und keine harte Arbeit. Es fühlte sich an, als würde ich einfach ein bisschen mit ein paar Leuten abhängen. Und zwischendurch haben wir irgendwann eine Show gedreht."

Während vermutlich die ganze Welt Kristin Davis ironische Rolle der Charlotte aus "Sex and the City" kennt, erinnern sich vielleicht nicht alle daran, dass sie auch einen kleinen Auftritt bei den "Friends" hatte – als Erin, eine freundliche junge Frau, mit der Joey verkuppelt werden soll. Sie sei unfassbar nervös gewesen, erzählt sie "Today": "'Sex and the City' lief bereits und doch war ich sehr nervös, weil ich diesen winzigen Part der Erin spielen wollte. Ich konnte nicht schlafen. Teilweise wegen der Live-Zuschauer, aber auch, weil ich in diese Welt kam, die schon so spezifisch und lebendig war und ich einfach nur hoffte, dass ich reinpassen würde."

Besonders süß: Cole Sprouse, der Ross und Carols Sohn Ben spielte und inzwischen als Jughead in "Riverdale" zu sehen ist, erzählt, er habe sich während der Dreharbeiten als kleiner Junge in Jennifer Aniston verguckt, "so wie die ganze Welt zu diesem Zeitpunkt. Ich erinnere mich, dass ich deswegen in ihrer Nähe immer sehr eingeschüchtert war. Ich vergaß meinen Text und bekam Lampenfieber, als sie in einer Szene mal neben mir saß. […] Ich dachte wirklich, ich hätte mich verliebt."

Eine nicht ausschließlich angenehme Zeit am Set hatte Schauspielerin Lauren Tom, die Julie spielte. Julie, wir erinnern uns alle, ist die Frau, die Ross ausgerechnet dann als seine neue Freundin mit nach New York bringt, als Rachel ihm gerade sagen will, dass sie Gefühle für ihn hat. "Ich war nicht darauf vorbereitet, dass mir von den Live-Zuschauern eine solche Welle der Abneigung entgegenschwappen würde", erzählt Tom "Today", "sie buhten meinen Charakter richtig aus. […] Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Aber rational verstand ich, dass die Zuschauer nun einmal auf Rachels Seite sein mussten. Irgendwo war sogar ich auf Rachels Seite, da ich ein Fan der Show war."

Auch Barry, Rachels Ex-Verlobter, sprach über seine Erfahrungen beim Dreh. So erzählt Mitchell Whitflield von dem Moment, in dem er Jennifer Aniston küssen sollte – auf einem sehr schmalen Zahnarztstuhl, in einem sehr kleinen Raum: "Ich wurde von Typen häufig gefragt: 'Du hast Jennifer Aniston geküsst! Wie war das?' Die Frage ist ohnehin schon komisch. Und ich sagte: 'Naja, stell dir vor, du küsst jemanden, den du schon lange kennst, aber ihr seid nur Freunde und um euch herum stehen knapp 200 Leute, es sind etwa 120 Grad Fahrenheit (48 Grad Celsius, Anm. d. Red.) und eine Menge Kameras sind auf euch gerichtet.' Das ruiniert es meistens."

Whitfield war übrigens zunächst für die Rolle des Ross Geller eingeplant gewesen, bis man sich doch für David Schwimmer entschied.

Eine der bekanntesten Szenen der ersten Staffel ist die, in der Rachel während eines Stromausfalls den attraktiven Nachbarn Paolo aufgabelt und mit in ihre Wohnung nimmt. Cosimo Fusco, der den muskulösen Italiener spielte, erzählt hierzu: "Das meiste, was Paolo auf Italienisch gesagt hat, habe ich mir einfach ausgedacht. Die Szene in der wir am Fenster stehen und ich zu Jennifer sage 'Sieh dir den Mond an, sieh dir die Sterne an', das habe ich mir komplett ausgedacht."

Bei der Frage, was die "Friends" so besonders macht, sind sich übrigens fast alle Beteiligten einig: die Chemie zwischen den Hauptdarstellern. Es seien einfach zu genau dem richtigen Zeitpunkt genau die richtigen Menschen zusammengekommen, oder, wie Christina Applegate es formuliert: "Jeder von ihnen allein war so unfassbar talentiert und die Gruppe kam auf eine Art und Weise zusammen, die man nicht erzwingen kann. Das passiert einfach."

Ross und Carols Sohn: Das wurde aus dem kleinen Ben der Kultserie "Friends"

Quelle: "Today"

jgs