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Kult-Sitcom: Der Cast mochte den Titelsong nicht: Neun "Friends"-Fakten, die dir neu sein dürften

Fast 25 Jahre sind seit der ersten Folge "Friends" vergangen und doch hält der Kult weiterhin an. Wir haben ein paar der weniger bekannten Fakten über deine Lieblingsfreunde gesammelt. You're welcome!

"Friends"

Vor 25 Jahren feierten sie Premiere, vor 15 Jahren lief die letzte Folge – und noch immer sind die "Friends" Kult

Picture Alliance

Vor fast 15 Jahren wurde die letzte Folge "Friends" im TV ausgestrahlt. Aufwändige Produktionen der Neuzeit können vermutlich nur über die Mittel lachen, mit denen die Kult-Serie zumindest in den ersten Staffeln produziert wurde. Und doch entwickelte sich die Sitcom über sechs junge Mittzwanziger in New York zu einer der erfolgreichsten Serien aller Zeiten und hat auch heute noch eine treue Fanbase. 

Aber wusstest du beispielsweise, dass Matthew Perry den Chandler beinahe nicht gespielt hätte? Oder warum Joey in Staffel 3 für ein paar Folgen eine Schlinge trug?

Neun "Friends"-Fakten, die dir vermutlich neu sind

1. Der mit der Armschlinge

Erinnerst du dich an die super-ikonische zweite Folge der dritten Staffel – "The One Where No One's Ready"? Falls es dir adhoc nicht einfallen will: Das ist die, in der Joey ALLE Klamotten von Chandler anzieht und dann Kniebeugen macht: "Hi, I'm Chandler, could I BE wearing any more clothes?"

In dieser Folge gibt es eine Szene, in der Joey und Chandler beide auf dem gleichen Sessel sitzen wollen, weshalb Joey recht abenteuerlich auf selbigen springt. In einem Interview bei Jimmy Kimmel verriet Matt LeBlanc, der Joey spielt, Jahre später, dass er sich beim Filmen dieser Szene die Schulter auskugelte: "Irgendwie war ich auf einmal überkopf und kurz davor, zwischen Tisch und Auto auf meinem Kopf zu landen. Also wollte ich mich mit dem Arm abstützen und kugelte mir die Schulter aus." Deshalb trug er für einige Folgen eine Armschlinge.

2. Der mit Las Vegas

Schon bevor die Pilot-Folge ausgestrahlt wurde, hatte Regisseur James Burrows einfach so ein Gefühl, dass die Serie ein wahnsinniger Erfolg werden würde. Deshalb packte er seine sechs Hauptdarsteller kurzerhand ein und fuhr mit ihnen nach Las Vegas. In einem Interview mit "The Hollywood Reporter" erzählt er: "Wir aßen im Caesar's Palace in Spago. Es waren nur die Sechs und ich, und ich sagte zu ihnen – keine Ahnung wieso –: Das hier ist das letzte Mal, das ihr anonym sein werdet. Sobald die Show rauskommt, werdet ihr überall verfolgt werden." 

Er habe die Schauspieler gefragt, ob sie im Casino spielen wollen: "Sie sagten Ja. Keiner von ihnen hatte Bargeld dabei, also schrieben sie mir alle einen Scheck über 200 Dollar, ich zahlte sie aus und das war's. Sie kamen zurück, die Serie feierte Premiere und sie waren nie wieder anonym."

3. Der mit dem Chauvinisten

Man will es kaum glauben, aber auch in den Produktionsreihen von "Friends" gab es den einen oder anderen Chauvinisten. In einer Podiumsdiskussion des "ATX Television Festivals" erzählte Regisseurin Marta Kauffman vor einigen Jahren, dass sie und David Crane bei der Arbeit an der ersten Episode auf einige unvorhergesehene Probleme gestoßen seien: "Da war ein Mann, der zu diesem Zeitpunkt Chef war und ein ziemlicher Chauvinist, wenn auch ein sehr, sehr netter Mann, und der hatte Probleme damit, dass Monica beim ersten Date mit einem Mann schläft." (Wir erinnern uns: Paul The Wine Guy.)

Nach einer Probe habe besagter Chauvi gesagt, Monica hätte "das bekommen, was sie verdient hat", als Paul sich von ihr trennte. Kauffman: "Bei der nächsten Probe teilte er eine Umfrage aus. Eine der Fragen war: 'Weil Monica beim ersten Date mit einem Typen schläft, ist sie A) eine Schlampe B) ein Flittchen C) zu leicht rumzukriegen oder D) nichts davon.' Alle wählten D. Niemand interessierte sich dafür – nur er."

4. Der mit Matthew Perry's Vorsprechen

Ursprünglich hatte Matthew Perry gedacht, er könne nicht für die Rolle des Chandler vorsprechen. In der britischen "Graham Norton Show" verriet er, dass er zum Zeitpunkt des Castings eigentlich mitten in einem anderen Projekt steckte: "Alle meine Freunde gingen zu den Vorsprechen für diese Serie, 'Friends', und weil der Chandler-Charakter mir so ähnlich war, half ich ihnen bei den Vorbereitungen." Er habe seinen Freunden die Rolle vorgespielt, diese hätten ihn imitiert und seien recht weit im Casting-Prozess gekommen. Doch schließlich sei sein anderes Projekt abgeblasen worden, er habe selbst für Chandler vorgesprochen und, naja, den Rest der Geschichte kennen wir.

5. Der mit "Ugly Naked Guy"

Er ist einer der bekanntesten Nebendarsteller der Serie und doch bekommen wir ihn nur zwei Mal zu sehen: Ugly Naked Guy, der Mann aus dem Haus gegenüber.

Trotz zweier Auftritte (einmal, als die Freunde glauben, er sei tot und ihn mit einem selbstgebastelten Stock pieksen, und einmal, als Ross seine Wohnung haben will) wurde der Charakter nie namentlich genannt. Lange Jahre zirkulierte im Internet daher das Gerücht, Michael Hagerty habe nicht nur Hausmeister Mr. Treeger, sondern auch den nackten Nachbarn gespielt – doch das stellte sich als falsch heraus. Ein neugieriger Reporter der "Huffington Post" fragte den Schauspieler im April 2015 und der schwor, es handele sich beim mysteriösen Mann nicht um ihn.

Nach intensiver Recherche, die alles in allem etwa ein Jahr dauerte, fand Reporter Todd Van Luling schließlich über verschiedene Agenturen den Mann, dessen Gesicht wir in der Serie nie zu sehen bekommen: Jon Haugen. Und der hatte schockierende Neuigkeiten: Er war überhaupt nicht nackt! "Ich trug Boxer Shorts. Am Anfang war ich noch ein bisschen schüchtern, weil mir etwa 500 Menschen im Publikum und dann auch noch die ganze Crew zuschauten. Aber nach etwa zwei Minuten ging das vorbei und David Schwimmer und ich fühlten uns beide total wohl. Aber wir trugen Unterwäsche und sie schnitten es einfach so, dass es aussieht, als seien wir nackt gewesen."

6. Der mit Phoebe und den Bongos

Phoebe und ihre Gitarre sind quasi unzertrennlich. Was wäre die Sendung ohne musikalische Kracher wie "Schmuddelkatz"? Richtig, nur halb so gut. Doch in einem Interview zum Ende der Serie gab Lisa Kudrow zu, dass sie das Seiteninstrument am liebsten wieder zurückgegeben hätte: "Ich habe es einfach nicht verstanden. Ich habe sogar gefragt, ob sie nicht stattdessen die Bongos spielen könnte."

Am Anfang der Dreharbeiten habe man deshalb noch einen Gitarrenlehrer ans Set kommen lassen, der Kudrow helfen sollte. Doch je besser sie geworden sei, desto weniger lustig sei es gewesen. "Lisa sagte: 'Lass es uns bei diesen paar Akkorden belassen'", so Produzent und Regisseur Kevin S. Bright, "'Phoebe würde ohnehin nicht mehr kennen.' Und so schaffte sie es durch zehn Jahre der Serie mit nur ganz wenigen Handgriffen."

7. Der mit "Maxwell's House"

In Interviews hat Matthew Perry in der Vergangenheit erzählt, er habe einst selbst an einer Idee für eine neue Sitcom gesessen. Er und seine Freunde hätten ein Skript für eine Show geschrieben, die "Maxwell's House" heißen sollte. Mit der Idee seien sie zu NBC gegangen, die zwar sehr interessiert gewesen seien, ihm aber abgesagt hätten, weil sie bereits eine ähnliche Serie planten – "Friends". Zufälle gibt's!

8. Der mit dem Titelsong

"I'll be there for youuuuuuuuu!" Na, wer singt auch immer laut mit, wenn die Opening Credits von "Friends" laufen? Doch wie sich herausstellt, war zumindest der Cast kein großer Fan des Rembrandts-Songs. In der "The One Show" auf BBC erzählt Jennifer Aniston in einem Interview, dass sie und die anderen Hauptdarsteller die Titelmusik nie wirklich leiden konnten. Schade!

9. Der mit Monica und Joey

Die Liebesgeschichten der wohl bekanntesten Freunde der Welt sind so kompliziert wie schön. Dass Ross-und-Rachel-Drama, das Joey-und-Rachel-Intermezzo und die Chandler-und-Monica-Entwicklung – man kann sich nicht vorstellen, dass es irgendwann einmal anders geplant gewesen sein könnte.

Doch in einem Interview mit "Today" verriet David Crane kürzlich: "Als wir die Show entwarfen, dachten wir eigentlich, dass vielleicht Monica und Joey irgendwann zusammenkommen würden. Aber als wir die Show gecastet hatten, dachten wir: 'Nein, das ist die falsche Energie'." Drehbuchautor Jeffrey Klarik fügte hinzu: "[Monica] sollte eigentlich bissiger und sarkastischer sein und wir dachten, es wäre eine schöne Dynamik, wenn sie mit dem Frauenheld zusammenkommen würde." Doch die Besetzung durch LeBlanc und Cox habe diese Gedanken verworfen: "Sie wurden realer und weicher", so Crane.

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jgs