HOME

Netflix-Serie: Das Baby aus "Die Reise ins Labyrinth" ist heute Designer bei "Der dunkle Kristall"

Wer einmal in den Kosmos von Puppen-Genie Jim Henson eingetaucht ist, kommt da nie wieder raus. Das gilt offenbar erst recht, wenn man schon als Baby Teil der düster-schönen Fantasiewelten des Regisseurs und Puppen-Erfinders ist – so wie Toby Froud.

Toby Froud als Baby im Film "Die Reise ins Labyrinth" von 1986

Toby Froud als Baby im Film "Die Reise ins Labyrinth" von 1986, im Hintergrund Jennifer Connelly

Hallo, ihr Kinder der späten 80er und hallo, Jim-Henson-Fans! Hier kommt ein kleiner Fun Fact, der euch Spaß machen wird. Ihr erinnert euch sicher an den Film "Die Reise ins Labyrinth", der ebenso düstere wie warmherzige Film von 1986, bei dem der Gott der Puppen, Jim Henson, selbst Regie führte. Henson erfand unter anderem die Muppets, die Fraggles und die Dinos. Sein "Labyrinth"-Film hatte neben zahlreichen Puppen-Darstellern aber auch einen menschlichen Star: David Bowie.

Bowie spielte den fiesen Koboldkönig Jareth, der nicht nur gemein, sondern auch ziemlich sexy ist. Jareth entführt Toby, den kleinen Halbbruder der 15-jährigen Sarah (Jennifer Connelly), weil die sich das in einem Moment der Überforderung dummerweise gewünscht hat. Nun muss sie ihn aus dem Schloss des Koboldkönigs befreien, das von einem riesigen, magischen Labyrinth umgeben ist.

Toby musste vor David Bowie gerettet werden

Fakt Nummer eins: Toby heißt tatsächlich Toby, auch im echten Leben. Das süße blonde Baby in "Die Reise ins Labyrinth" wurde gespielt von Toby Froud. Toby war noch keine zwei Jahre alt, als er diese erste Rolle seines Lebens übernahm. Er bekam sie vor allem aus pragmatischen Gründen: Seine Eltern arbeiteten seit Jahren mit Jim Henson zusammen. Brian Froud, Tobys Vater, war Künstler und Grafik-Designer und arbeitete an den Szenerien und Figuren von "Die Reise ins Labyrinth" mit. Ebenso wie Tobys Mutter.

Brian Froud hatte seine Frau 1978 kennengelernt – am Set des Jim-Henson-Films "Der dunkle Kristall". Wendy Midener ist Puppenbauerin. Ohne den Film "Der dunkle Kristall", heute ein echter Kult-Klassiker, hätte es den kleinen Toby also nie gegeben. Seine Eltern hätten sich nie getroffen, sich nie verliebt, nicht geheiratet. Umso schöner ist die folgende Wendung, beziehungsweise: Fakt Nummer zwei. Die neue Serie "Der dunkle Kristall: Ära des Widerstands", die gerade auf Netflix gestartet ist und die Vorgeschichte des Films von 1978 erzählt, wäre ohne Toby Froud so nicht möglich gewesen.

Die Begeisterung für Puppen liegt in der Familie

Denn – bei seiner Familie eigentlich nicht ungewöhnlich – auch der Sprößling von Wendy und Brian Froud hat seinerseits eine Leidenschaft für Puppen. Er ist heute selbst Puppendesigner und -spieler. Und er war Leiter der Puppendesign-Abteilung, die die Figuren für die erfolgreiche Netflix-Serie kreierte. Er wusste aus den Erzählungen seiner Eltern, was die Probleme mit den Originalpuppen aus dem Film gewesen waren und konnte deshalb dafür sorgen, dass die Arbeit für die Schauspieler der Serie etwas leichter wurde. So musste 1978 eine "Gelfling"-Puppe von vier Menschen "bedient" werden – dank cleverer Technik und eines umgebauten Wii-Controllers sind es jetzt nur noch zwei.

Die Arbeit an "Der dunkle Kristall: Ära des Widerstands" sei der Job seines Lebens gewesen, sagt Toby Froud heute. "Ich bin dankbar für das großartige Team, mit dem ich an diesem Projekt arbeiten durfte. Und ich bin so froh, dass die ganze Welt es jetzt sehen kann!"

wt