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"Keime existieren nicht": US-Moderator behauptet, sich seit zehn Jahren nicht mehr die Hände zu waschen

Allein die Vorstellung ist ekelhaft: Während einer Live-Sendung verriet Fox-Moderator Pete Hegseth, dass er seit zehn Jahren seine Hände nicht mehr gewaschen habe. Was steckt dahinter?

Fox-Moderator behauptet, sich nicht mehr die Hände zu waschen

Fox-Moderator Pete Hegseth (l.) blamierte sich nun mit der Aussage, sich seit zehn Jahren nicht mehr die Hände zu waschen

Picture Alliance

Die beiden Fox-Moderatoren Ed Henry und Jedediah Bila konnten es kaum glauben. Sie waren sprachlos über das, was ihr Kollege, Pete Hegseth, da gerade live im Fernsehen vor einem Millionenpublikum gesagt hatte. Vor laufender Kamera behauptete dieser nämlich, dass er seine Hände seit zehn Jahren nicht mehr gewaschen habe. Ausgerechnet in der Lieblingssendung von Präsident Donald Trump, "Fox and Friends", überraschte der ehemalige US-Soldat mit dieser Aussage.

Kurz zuvor hatten sich seine beiden Kollegen noch über ihn lustig gemacht, weil er übrig gebliebene Pizza gegessen hatte. "Mein Vorsatz für 2019 ist es, im Fernsehen Dinge zu sagen, die ich auch in meiner Freizeit sage", so Hegseth und ließ seinen Worten direkt Taten folgen. "Wirklich, ich wasche meine Hände nie." Seine Begründung: Er impfe sich dadurch selbst. "Keime existieren nicht. Ich kann sie nämlich nicht sehen. Deshalb sind sie nicht real."

Gesundheitsbehörde warnt, sich nicht die Hände zu waschen

Natürlich sorgte er mit dieser Aussage vor einem Millionenpublikum für Diskussionen im Netz. Dabei fand Hegseth sogar einige Unterstützer: "Ich bin deiner Meinung mit dem Händewaschen. Ich bin fast 70 Jahre alt und hatte schon seit vielen Jahren keine Erkältung oder kein Fieber mehr – unsere Körper brauchen einige Keime, um zu lernen, wie diese zu bekämpfen sind. Es hat zu viele Hygienefanatiker dort draußen", schrieb ein Nutzer bei Twitter.

Tatsächlich raten viele Experten davon ab, sich öfter die Hände zu desinfizieren. Das zu häufige Verwenden von Desinfektionsmittel fördere unter anderem Bakterienresistenzen, heißt es. Stattdessen sei "richtiges Händewäschen" notwendig, um sich vor Infektionen zu schützen. Einer Studie der US-Gesundheitsbehörde "Centers for Disease Control and Prevention" zufolge reduziert "richtiges Händewaschen" die Anzahl der Menschen, die an Durchfall erkranken. Die Behörde warnt deshalb auch davor, sich nicht die Hände zu waschen. Demnach enthält bereits ein Gramm menschlicher Kot eine Billion Keime.

Fox-Moderator: Es nur "ein Witz" gewesen

Pete Hegseth ruderte übrigens zurück. Gegenüber "USA Today" sagte er, das Ganze sei nur ein Witz gewesen. Er habe lediglich auf ein Problem hinweisen wollen. "Wir leben in einer Gesellschaft, in der Leute mit einem Hand-Entkeimer-Mittel herumlaufen und sich damit 19.000 Mal am Tag einreiben. Als würde das ihr Leben retten."

So schmutzig sind deutsche Kliniken

Quellen: Twitter / USA Today / Fox News / Guardian

rpw
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?