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Ernsthaft?!: Nach Banksy-Stunt: Sammler schreddert eigenen 46.000-Euro-Print

Klingt dämlich, ist es auch. Nachdem er herausfand, dass das zerschredderte Banksy-Bild nun wahrscheinlich doppelt so viel wert ist wie vorher, nahm ein Sammler kurzerhand die Sache – beziehungsweise das Messer – selbst in die Hand. 

Banksy: Künstler meldet sich wegen geschreddertem Werk

Es gibt so Momente, in denen wundert man sich nicht mehr wirklich, dass die Aliens keinen Kontakt zu uns aufnehmen wollen. Wirklich. Wenn wir schon regelmäßig mit weit offen hängendem Mund dastehen und nicht fassen können, welches Ausmaß von Dümmlichkeit sich dort gerade offenbart, dann will man doch gar nicht wissen, was eine im Zweifel wesentlich weiter entwickelte Lebensform dazu zu sagen hätte.

Aktuellstes Beispiel: Am Wochenende schockierte Streetart-Legende Banksy die Kunstwelt, indem er ein soeben verkauftes Bild noch während einer Auktion zerschredderte. Zwar wollte er damit vermutlich seinen Unmut darüber aufzeigen, dass seine Kunst, die ja eigentlich als Straßenkunst gedacht ist, für viel Geld in einem der renommiertesten Auktionshäuser der Welt verkauft wird – doch tatsächlich dürfte er damit das genaue Gegenteil erreicht haben. 

Banksy-Bild ist nach Zerschredderung doppelt so viel wert – weil ER es geschreddert hat

Denn die medienwirksame Zerschredderung des Kunstwerks dürfte den Wert nur noch weiter gesteigert haben. Laut den Experten der Kunstverkaufsseite "My Art Broker" dürfte "Girl With Balloon" nun mindestens 50 Prozent mehr Wert sein, als in intaktem Zustand. Gut, kann man so und so finden, müssen wir jetzt nicht diskutieren. Aber viel Unfassbarer ist das hier: Einige Menschen scheinen nun wirklich und ernsthaft zu glauben, dass ihre eigenen Banksy-Prints an Wert gewinnen werden, wenn sie sie kaputt machen.

"My Art Broker" schrieb hierzu auf Twitter: "Wir haben Anfragen von einigen Besitzern von Banksy-Prints bekommen, die wissen wollen, ob es an Wert gewinnt, wenn sie es schreddern. Bitte, bitte TUN SIE DAS NICHT. Was bei der Auktion passiert ist, war ein sehr besonderer Moment der Kunstgeschichte."

Und doch lassen sich einige Menschen ganz offensichtlich nicht aufhalten. Kunstexperte Ian Syer sagte der britischen Zeitung "The Independent", ein Kunstliebhaber habe seinen knapp 46.000 Euro teuren Banksy-Print mit einem Messer zerschlitzt und erwarte nun, dass er für den doppelten Preis angeboten werde. (Woher haben so abgrundtief DÄMLICHE Menschen das Geld für einen 46.000-Euro-Print?!) Syer hierzu: "Wenn Banksy etwas Verrücktes tut, wie sein eigenes Kunstwerk zu schreddern, wird das den Wert natürlich dramatisch steigern. Aber was diese Person getan hat, ist völlig unnötig einen Druck zu zerstören, der um die 40.000 Pfund gekostet hat – und jetzt quasi wertlos ist. […] Es gibt eine limitierte Anzahl dieser 'Girl With Balloon'- Drucke auf der Welt. Heute haben wir einen verloren und es ist eine riesige Schande."

Wenn's nicht so wahnsinnig tragisch weil so wahnsinnig dämlich wäre, wär's witzig. Ziemlich sicher, dass sich Banksy gerade irgendwo ins Fäustchen lacht.

Banksy: Künstler meldet sich wegen geschreddertem Werk
jgs
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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