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Musikvideo für die Generation Smartphone: Akku alle? - Wie Lena Meyer-Landrut mit ihrem neuen Musikclip die Fans verwirrt

Lena Meyer-Landrut ist musikalisch wieder zurück – und überrascht beim neuen Musikvideo zu "Don't Lie to Me", ihrer zweiten Single vom neuen Album die Fans mit einem besonderen Format. Denn das Video wurde von Fotograf Paul Ripke komplett in Hochkant gedreht.

Neues Video von Lena Meyer-Landrut zu "Don't Lie to Me"

Die neue Single von Lena Meyer-Landrut überrascht mit einem besonderen Format

Getty Images

Wenn Video den Radio-Star gekillt hat, dann hat wohl das Smartphone die Videos gekillt. Seit Jahren schon wird die Diskussion immer größer: Smartphones sind im Hochformat, Filme aber im Querformat – was sollte sich also wem anpassen? Lena Meyer-Landrut hat diese Frage für sich nun beantwortet. Sie hat das Musikvideo zu ihrer neuen Single "Don't Lie to Me" komplett im Hochformat drehen lassen. Und zwar von Paul Ripke. Der Fotograf wurde unter anderem für seine Fotos der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien bekannt. 

Neues Video von Lena Meyer-Landrut

Das ganze Video ist so konzipiert, dass man das Gefühl hat, in Lenas Smartphone zu stecken. Anfangs sehen wir noch Lena, die mit dem Smartphone in der Hand singt, tippt, scrollt und Sprachnachrichten aufnimmt. Dann werden wir in den Bildschirm gezogen und sehen Lena auf einer Wiese. Ein Fenster ploppt auf, das uns warnt, der Akku sei bald leer. Wir scrollen durch verschiedene Apps, machen Fotos von Lena – es sieht aus, als würden wir sie durch die Smartphone-Kamera betrachten. Zwischendurch erscheinen immer wieder Features eines Handys: Es klingelt, die Wahrheit ruft an – und wird prompt weggedrückt. Es erscheint eine SMS am oberen Bildrand. Die Angst hat geschrieben: "Gute Entscheidung!"

In dem neuen Song geht es – wie der Titel schon verrät – ums Lügen. Das wird auch im Video immer wieder deutlich. Man sieht, wie eine Nachricht getippt wird. Aus dem Wort "unglücklich" wird per Autokorrektur "großartig". Am Smartphone lässt es sich leichter lügen. Aus einem langweiligen Leben wird mir ein paar Filtern und Instagram-Posts ganz schnell etwas, mit dem man andere Menschen neidisch machen kann. 

Fans sind verwirrt

Der Bildausschnitt im Hochkant ist auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedürftig. Wir sind zwar von Handyvideos schon gewohnt, dass vieles hochkant gefilmt wird, doch ein professionell produziertes Musikvideo ist trotzdem besonders. Richtig zur Geltung kommt es tatsächlich auch erst, wenn man das Video auf dem Smartphone guckt. Dafür wurde es optimiert.

In den Kommentaren auf Instagram und Youtube schreiben einiges Fans, dass sie beim ersten Anschauen verwirrt waren, ob die Benachrichtigungen aus dem Video stammen oder sie tatsächlich eine neue Nachricht bekommen haben. Eine Userin hat das Video geschlossen, weil sie dachte, ihr Akku sei wirklich leer. Damit haben Lena und Paul Ripke genau das erreicht, was sie wollten: ein Musikvideo für die Generation Smartphone.

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