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Metal-Festival: Rock on! Rentner büxen aus Altersheim aus – und gehen zum Wacken Open Air

Fans sagen: Das Wacken Open Air muss man mindestens einmal in seinem Leben mitgemacht haben. Das scheinen zwei betagte Rocker auch gedacht zu haben und machten sich heimlich auf den Weg aus dem Altersheim aufs Festivalgelände.

Wacken Open Air

Zieht jedes Jahr tausende Fans an: Das Wacken Open Air in Schleswig Holstein.

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Wie sangen die Beastie Boys einst so schön? "You gotta fight for your right to party"! Diese weltberühmte Songzeile müssen auch zwei Senioren im Hinterkopf gehabt haben, als sie am Freitagabend aus ihrem Seniorenstift in Dithmarschen ausbüxten und sich auf den knapp 25 Kilometer langen Weg gen Metal-Festival in Wacken machten. 

Das dortige Open-Air-Festival ist weltberühmt. Seit 1990 pilgern jedes Jahr rund 85.000 Fans in die kleine Gemeinde Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein, um dort ein Wochenende lang Leber, Haarwurzeln und Stimmbänder auf ihr Durchhaltevermögen zu testen.

Einmal in Wacken angekommen, wollten sie gar nicht mehr weg

Kein Wunder also, dass die zwei Herren das ganze Spektakel gerne mal live erleben wollten. Blöd nur: Sie meldeten sich in ihrem Seniorenstift in Dithmarschen nicht ab, weshalb man die zwei betagten Bewohner schnell vermisste und die Polizei einschaltete. Diese gabelte die beiden alternden Rocker gegen drei Uhr morgens am Gelände auf.

Doch wer jetzt glaubt, dass die Herren ihr Abenteuer ohne Widerrede einfach beendeten: Pustekuchen! In der Pressemitteilung der zuständigen Polizeistelle in Itzehoe heißt es: "Die Männer machten sich nur widerwillig auf den Heimweg, so dass ein Streifenwagen das beauftragte Taxi vorsorglich begleitete."

Rock on! Das gibt eine super Geschichte beim nächsten Bingo-Abend!

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jgs
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?