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Auswertung von Vergleichsportal: Von "Alman" bis "Bratan": Diese Jugendwörter wurden 2019 am häufigsten gegoogelt

2019 fällt die Wahl zum "Jugendwort des Jahres" offiziell aus – aber wie sollen wir uns denn nun bloß einen Überblick über die beliebtesten Begriffe verschaffen? Ein Vergleichsportal schafft jetzt dankenswerterweise Abhilfe.

Jugendwort 2019

2019 wird zwar nicht das Jugendwort des Jahres gekürt, viele Begriffe werden aber trotzdem fleißig gegoogelt

Die Wahl zum Jugendwort des Jahres war über viele Jahre ein verlässlicher Quell der nicht immer ganz freiwilligen Komik. Doch dann bestätigte der verantwortliche Pons-Verlag im vergangenen Monat, dass die Kür in diesem Jahr ausfallen würde. Hintergrund seien grundlegende Umwälzungen in der Verlagslandschaft. Unklar blieb, ob es sich dabei um das Aus für die stets medienwirksam inszenierte Wahl handelte – oder bloß um eine Pause.

Also kein "Babo" mehr, kein "Smombie", kein "Yolo" und kein "I bims"? Nicht ganz – schließlich gibt es andere Möglichkeiten, sich einen Überblick zu verschaffen: So hat das Test- und Vergleichsportal "vergleich.org" nun jenes Jugendwort ermittelt, das am häufigsten über Google gesucht worden ist. Hierfür wurden mithilfe von SEO-Tools die 20 Begriffe ausgewertet, die zuvor bereits für das "Jugendwort des Jahres 2019" nominiert worden waren.

Jugendwort 2019: Die Top 10

Das Ranking der zehn meistgesuchten Begriffe inklusive Bedeutung und Anzahl der Suchanfragen:

Platz 10: "Tschuligom"

4.640 Suchanfragen 

Bewusst falsche Schreibweise von "Entschuldigung", die auf eine orthografisch nicht ganz korrekte Ebay-Kleinanzeige zurückgeht.

Platz 9: "Cornern"

5.400 Suchanfragen 

Herumhängen und trinken an der Straßenecke, bevorzugt vor dem Kiosk/Späti/Büdchen – wird in den Großstädten längst inflationär betrieben.

Platz 8: "Ehre genommen"

7.560 Suchanfragen

Der Demütigungsbegriff stammt aus dem Videospiel-Kontext. Im vergangenen Jahr waren "Ehrenmann" bzw. "Ehrenfrau" noch zu den Jugendwörtern des Jahres gewählt worden.

Platz 7: "Hustlen"

10.200 Suchanfragen

Nicht neu, aber immer noch oft gesucht: die Bezeichnung für das harte Streben nach (finanziellem) Erfolg.

Platz 6: "Gönnjamin"

17.020 Suchanfragen

Die Kreuzung aus Gönnung und Benjamin verdankt ihren Siegeszug ebenfalls einem Rap-Star: Kollegah hat sogar seine eigene Modelinie so genannt.

Platz 5: "Bratan"

19.380 Suchanfragen

Rapper Capital Bra hat die Ableitung des russischen Wortes "brat" für Bruder populär gemacht. Wird normalerweise im gleichen Kontext wie "Digger" oder "Bro" als Bezeichnung für einen guten Kumpel verwendet.

Platz 4: "Kek"

20.500 Suchanfragen 

Ursprünglich aus dem Onlinerollenspiel "World of Warcraft" stammend steht der Begriff einerseits für eine Alternative zu LOL (laughing out loud), andererseits im HipHop-Slang für einen Losertypen und Möchtegern.

Platz 3: "Alman"

40.500 Suchanfragen 

Als Bezeichnung für den klischeehaften Deutschen – pünktlich, fleißig, ordentlich, regelkundig – hat sich "Alman" 2019 nachhaltig etabliert.

Platz 2: "Habibi"

72.000 Suchanfragen 

Nicht zuletzt dank deutscher Rap-Lyrics (z. B. im Song "Habibi" von Nura) wurde der arabische Begriff für "Schatz" oder "Liebling" in diesem Jahr besonders populär.

Platz 1: "Cringe"

77.000 Suchanfragen 

Der englische Ausdruck beschreibt das Gefühl tief empfundener Fremdscham und heißt wörtlich übersetzt "zusammenzucken".

tim