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NEON-Hochzeitskolumne

Ja, ich will ... aber anders: Keine Lust auf 08/15-Hochzeit? Bei diesen Einladungen sagt garantiert kein Gast ab

Wer beschließt, eine Hochzeit zu veranstalten, steht meist am Anfang schon vor einer großen Frage: Wie sollen die Einladungen aussehen? Unsere Autorin hatte keine Lust auf langweilige Karten – also hat sie sich auf die Suche nach Alternativen gemacht.

Ideen für außergewöhnliche Hochzeitseinladungen

Müssen Hochzeitseinladungen immer in einem Briefumschlag passen? Nein, findet unsere Autorin.

Getty Images

NEON-Redakteurin Denise heiratet im Juni – und ist damit in ihrem Freundeskreis eine der ersten. Da gibt es erstmal tausende Fragen, auf die sie eine Antwort sucht. Die wichtigste: Wie will ich eigentlich heiraten? In der NEON-Hochzeitskolumne "Ja, ich will ... aber anders" erzählt sie von der Planung einer Feier gegen das Klischee.

In der vorherigen Folge meiner Hochzeitskolumne habe ich mit der Nachhaltigkeitsbloggerin Laura Mitulla darüber gesprochen, wie man die eigene Feier besser für die Umwelt gestalten kann. Dabei kamen wir auch auf Einladungen – die, wenn man mal ehrlich ist, spätestens nach der Hochzeit bei den meisten Gästen sowieso im Müll landen. Weil ich selbst aufwendige Karten zwar schön finde, aber irgendwie auch unnötig, habe ich bei meiner eigenen Hochzeit darauf verzichtet. Das Geld und die Zeit, das ich dabei sparen konnte, weil ich die Einladungen so einfach wie möglich gehalten habe, wollte ich lieber in die eigentliche Party investieren. Mein Verlobter und ich haben uns deswegen für eine Website entschieden. Die kann man immer aktuell halten und durch ein Anmelde-Feature hat man sofort eine Liste mit allen, die kommen – und dazu gleich die Mail-Adressen, falls man den Gästen noch etwas mitteilen möchte.

Eine Website als Hochzeitseinladung

Klar, so eine Website klingt erstmal ziemlich unpersönlich und schrecklich digital, aber mittlerweile gibt es so viele tolle Anbieter extra nur für Hochzeitswebsites, dass für jeden etwas dabei ist. Je nachdem wie individuell man sie gestalten möchte, gibt es natürlich auch verschiedene Preiskategorien. Es gibt kostenlose, günstige und welche, bei denen man die gewünschten Features einzeln kaufen kann. Für uns war es am wichtigsten, dass man sich über ein Formular direkt anmelden konnte – und dass die Website passwortgeschützt ist. Denn man weiß ja nie, wo die URL mal landet ...

Damit sie aber auf jeden Fall bei unseren Gästen landet, haben wir die Website-Adresse und das Passwort auf Visitenkarten drucken lassen. Die sind günstig und handlich, damit man sie mitnehmen kann. Wir haben unsere Einladungen nämlich nicht verschickt, sondern persönlich verteilt. Trotz der Befürchtung, dass diese unkonventionelle Art vielleicht nicht bei jedem gut ankommt, waren alle Gäste total begeistert. "Wie cool. Sowas habe ich ja noch nie gesehen" und "Das passt voll zu euch" waren die häufigsten Reaktionen. (Auf "Save the Date"-Karten haben wir übrigens komplett verzichtet. Unsere anstehende Hochzeit und das Datum haben wir entweder persönlich, am Telefon oder per Whatsapp angekündigt.)

Wenn dir eine Visitenkarte zu einfach ist ...

Natürlich ist mir klar, dass nicht alle Brautpaare so pragmatisch wie wir sind und "nur" Visitenkarten verteilen wollen. Trotzdem wünschen sich viele etwas Außergewöhnliches. Und auch ich habe lange nach einer Lösung gesucht, bevor wir uns für eine Website entschieden haben. Nachfolgend also Ideen, die in meiner engeren Auswahl waren. Wie wichtig Müllvermeidung und Nachhaltigkeit bei einer Hochzeit sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Bei mir kam das auch eher schleichend. Deswegen sind die nachfolgenden Ideen nicht alle davon inspiriert. 

Die Idee, unsere Einladung auf etwas anderes als Papier drucken zu lassen, fanden wir total cool. Man kann wie hier einen Stift nehmen – was in diesem Fall nahe liegt, da man sich den Termin in den Kalender eintragen soll – oder man wählt eine Alternative wie ein Feuerzeug, Aufkleber, Magneten oder Kugelschreiber. Da ist für jeden was dabei. 

Ein bisschen cooler als Visitenkarten, dafür aber aufwendiger, ist diese Idee: eine Spielkarte. Je nachdem, was für ein Fan man ist, kann man diese zum Beispiel an Pokémon anlehnen. Photoshop-Skills sind allerdings von Vorteil. 

Wer es ein bisschen extravaganter mag, für den ist diese Variante vielleicht was. Man füllt einen Ballon mit Helium, Konfetti und einem kleinen Zettel, auf dem die Einladung steht. Verpackt wird das Ganze in einem Karton, so dass der Ballon herausfliegt, wenn er geöffnet wird. Vielleicht eher geeignet für Hochzeiten mit weniger Gästen ...

Wem das mit dem Karton zu aufwendig ist, kann auch einfach einen leeren Ballon beschriften und ihn so verschicken. Es sollten allerdings alle wichtigen Infos drauf passen.

Ihr liebt Festivals? Warum nicht gleich ein passendes Bändchen mit den wichtigsten Infos für eure Hochzeitsgäste gestalten? Das können sie dann gleich zur Feier mitbringen. 

Bei meinem Freund stand diese Idee hoch im Kurs: ein Hochzeitsbier. Auf dem Etikett ist genug Platz für Namen, Datum, Adressen und einen kurzen Text. Könnte bei einer Party mit vielen Gästen allerdings ziemlich teuer und schwer zu verschicken sein. 

Eine einfachere Alternative: Bierdeckel. 

Mit einem hübschen Sprühlack und ein bisschen handwerklichem Geschick lassen sich ganz einfach eigene Rubbellose machen – zum Beispiel als Einladung. Eine genaue Anleitung findet ihr zum Beispiel hier

Na, kennt ihr noch das Spiel "Himmel und Hölle"? Das kann man auch ganz einfach als Hochzeitseinladung umfunktionieren. Da gibt es die Extraportion Nostalgie gratis mit obendrauf.

Jede Woche gibt es eine neue Folge der NEON-Hochzeitskolumne "Ja, ich will ... aber anders". Alle bisherigen Kolumnen findet ihr hier:

Teil 1: "Ich heirate meinen ersten Freund: Warum ich keine Angst habe, etwas zu verpassen"

Teil 2: "Selbst ist die Braut: Darum habe ich gerne auf einen klassischen Heiratsantrag verzichtet"

Teil 3: "Ich hatte eine Verlobung ohne Antrag – brauche ich also überhaupt einen Ring?"

Teil 4: "Ringfoto und kitschige Liebesschwüre? Warum ich meine Verlobung nicht auf Instagram geteilt habe"

Teil 5: "Ist Heiraten eine Umweltsünde? Wie deine Hochzeit ganz einfach nachhaltiger wird"

Hochzeit: Was bringt ein Ehevertrag?

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