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Zweite Chance: Beziehung retten: Wie es (vielleicht) wieder läuft

Dass es in einer Beziehung mal kriselt, ist normal. Manchmal ist man sich sicher: Eine Trennung ist die einzige Lösung. Manchmal ist es aber nicht so einfach und man möchte die Beziehung mit allen Mitteln retten. Was kann man dann tun und was sollte man lieber sein lassen?

Von Sara Tavakoli

Mann und Frau lachen zusammen

Wie du deine Beziehung (vielleicht) retten kannst

Unsplash

Mit 15 habe ich mich das erste Mal so richtig verliebt. Er war auf meiner Schule, drei Stufen über mir und hat mich in den Pausen angelächelt, wenn ich an ihm vorbei gelaufen bin. Das hat damals gereicht und die Schmetterlinge in meinem Bauch sind ganz wirr in alle Richtungen geflogen. Wir kamen zusammen und die Schmetterlinge blieben sechs Jahre, bis wir merkten: Irgendetwas stimmt nicht mehr so richtig. Erste richtige Krise. Eine Trennung war für uns beide aber zu drastisch, vor allem nach so einer langen Zeit. Also haben wir uns dazu entschieden, noch einmal alles Mögliche auszuprobieren, um die Beziehung zu retten. Ob es funktioniert hat? Danach waren wir noch zwei Jahre zusammen. Mittlerweile nicht mehr. 

Beziehung retten oder beenden?

Manchmal passieren Dinge in einer Partnerschaft, die nicht mehr gutzumachen sind. Wann dieser Punkt erreicht ist, muss natürlich jeder für sich entscheiden. Wenn ihr euch nicht gut tut und ständig gegenseitig verletzt, muss man sich das eingestehen. Dann bringen auch die besten Tipps nichts mehr und eine Trennung ist wahrscheinlich der einzige Weg, um wieder glücklich zu werden. Manchmal aber ist es so, dass man sich etwas auseinander gelebt hat, zu häufig über die gleichen Sachen streitet oder einfach die Luft ein wenig raus ist. Selbst, wenn einer fremdgeht, ist es nicht zu spät. Das Wichtigste ist immer, dass von beiden Seiten die Bereitschaft da ist, Dinge zu ändern und für die Beziehung kämpfen zu wollen.

5 Tipps, die helfen können, eure Beziehung zu retten

1. Über die Gefühle sprechen, ohne einander Vorwürfe zu machen

Wenn du dich nicht ganz so wohl dabei fühlst, dass dein Partner sich ab und zu mit seiner Ex-Freundin trifft, dann sprich darüber. Warte keine weiteren sechs Monate, um die angestauten Gefühle alle auf einmal rauszulassen. Achte dabei auch auf deine Wortwahl: Versuche zu erklären, wie du dich fühlst und was du glaubst, woran es liegen könnte. Wenn du deinen Partner mit Vorwürfen bombardierst, führt das selten dazu, dass er deinen Standpunkt nachvollziehen kann.

2. Mehr miteinander unternehmen 

Nehmt euch feste Tage vor, um schöne Dinge miteinander zu unternehmen. Gerade wenn man zusammen wohnt, kehrt schnell Alltag ein und die gemeinsame Quality Time kommt viel zu kurz. Nehmt euch zum Beispiel vor, einmal die Woche zusammen zu kochen, Freitagabends etwas trinken zu gehen oder am Wochenende einen besonderen Ausflug zu machen. Auch ein paar Tage Urlaub und eine Auszeit vom Alltag können Wunder bewirken und man verbringt mal wieder eine richtig schöne Zeit miteinander.

3. Kompromisse eingehen

Man führt eine Partnerschaft ­– es sind also nicht nur die eigenen Bedürfnisse und Wünsche relevant, sondern auch die einer anderen Person. Das sollte man sich immer wieder vor Augen führen. Aber: Bleib dir selbst dabei treu. Du musst nichts machen, wobei du dich nicht wohl fühlst.

4. Freiraum lassen

In einer Beziehung ist man immer noch ein eigenständiger Mensch mit unterschiedlichen Ansichten, Charakterzügen und Interessen. Nur weil du am Wochenende früh aufstehen möchtest, kannst du das nicht auch von deinem Partner verlangen, wenn er richtig ausschlafen möchte. Akzeptiert eure Unterschiede und konzentriert euch lieber auf eure Gemeinsamkeiten. Stichwort: Kompromiss.

5. Auf Abstand gehen 

Es scheiden sich die Geister, ob man mit einer Beziehungspause die Situation rettet oder sich eigentlich nur weiter voneinander distanziert. Wie es für mich funktioniert hat: Einen Zeitraum für die Pause festlegen und klären, was innerhalb dieser Zeit erlaubt ist und was nicht. Durch den Abstand habe ich gemerkt, was ich eigentlich möchte, was ich auf keinen Fall mehr so weitermachen will und, dass ich meinen Freund ganz schön vermisst habe. 

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