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Von der Dating-App zum Altar: Gematcht, gequatscht, geheiratet: Dieses Ehepaar kennt sich erst wenige Stunden

Sarah Elliott und Paul Edwards lernen sich online bei einer Dating-App kennen, treffen sich das erste Mal am Flughafen und heiraten an Heiligabend in Las Vegas.

Las Vegas Hochzeit

In Las Vegas kann man kurzfristig heiraten. Diese Chance nutzen auch zwei junge Briten: An Heiligabend gaben sie sich in den USA das Ja-Wort, nachdem sie sich am Flughafen das erste Mal persönlich getroffen hatten. (Symbolbild)

Getty Images

Es klingt wie ein Weihnachtsmärchen: Zwei Fremde treffen sich am Flughafen, fliegen nach Las Vegas und heiraten dort. Während die meisten Heiligabend zu Hause mit der Familie auf der Couch verbringen, entschieden zwei junge Briten, einfach mal zu heiraten.

Am 15. Dezember erzielten die 34-jährige Sarah und der 36-jährige Paul ein Match in der Dating-App Bumble. Sieben Tage später, am 22. Dezember, schrieben sie sich online Nachrichten und telefonierten einen Tag später. Und am nächsten Tag wieder. Und wieder. In einem dieser Gespräch entschieden sie: Wir wollen heiraten. Also buchten die beiden ein Hotel in Las Vegas und trafen sich an Heiligabend in Hochzeitskleid und Anzug am Flughafen Gatwick nahe London. Wenige Stunden später waren sie Mann und Frau.

Eigentlich hätten sie sich nicht treffen dürfen

Sarah, die als Erzieherin arbeitet, ist überzeugt, dass die Ehe halten wird: "Unsere Ehe wird funktionieren, weil wir absolut offen und ehrlich zueinander sind“, sagt sie der Nachrichtenagentur "SWNS". "Ich bin der festen Überzeugung, dass wir über alles reden können." Die gebürtige Neuseeländerin war schon einmal verheiratet, die Ehe hielt jedoch nur sechs Monate.

"Es ist total verrückt", sagt Paul, der beim Rundfunk arbeitet. "Wenn du mich vor neun Tagen gefragt hättest, ob ich jemanden kennenlernen kann, mich mit ihm unterhalte und dann nach Las Vegas durchbrenne, ohne die Person jemals getroffen zu haben, hätte ich dich für verrückt erklärt.“ Er wisse gar nicht, wie das alles geklappt habe, schließlich seien sie gar nicht im gleichen Umkreis für die Dating-App gewesen.

Kinder und Eltern wissen es noch gar nicht

Sarah hatte Edward angeschrieben – denn in der App, die ähnlich wie Tinder funktioniert, müssen Frauen den ersten Schritt machen. "Ich fand es lustig, dass er Paul hieß, weil meine beiden Mitbewohner den gleichen Vornamen haben“, erzählt die 34-Jährige. Also schrieb sie: "Ich habe schon zwei Pauls in meinem Leben – warum nicht noch einen dritten?" Der 36-Jährige antwortete ihr: "Anscheinend ist der dritte Paul im Leben immer der Beste und in meinem Leben gibt es noch keine Sarah – das macht dich zu meiner Nummer eins." In den folgenden Tagen telefonierten die beiden Fremden viel miteinander und kamen schließlich auf die Idee, bei ihrem ersten Date zu heiraten.

"Wir haben beide vorher ganz klassisch versucht, Partner kennenzulernen“, sagt Sarah. Das habe jedoch nicht funktioniert. Es sei bei ihnen nun wie in früheren Generationen: "Früher haben sich die Leute auch nur ein oder zwei Mal gesehen, bevor sie geheiratet haben.“ Beide haben ihren Familien jedoch noch nicht vom neuen Ehepartner erzählt. Sarahs Familie lebt in Neuseeland und auch Pauls Kinder aus einer früheren Beziehung wissen noch nichts von ihrer neuen Stiefmutter.

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lau