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Kolumne

Die NEON-Singles – Gemeinsam einsam: Ich bin ein Mann und fühle mich auf einigen Online-Singlebörsen diskriminiert

In der Kolumne "Gemeinsam einsam" schreiben NEON-Singles über Tücken, die das ledige Leben mit sich bringt. Heute regt sich unser Autor darüber auf, dass er auf einigen Partnerbörsen zahlen muss – und Frauen nicht.

Mann mit Handy im Bett

Online soll angeblich jeder seinen Traumpartner finden – wenn es so wäre, wäre das Geld immerhin gut investiert

Getty Images

Ach ja, die Dinge, die der Mensch tut, um nicht alleine zu sterben. Zum Beispiel Online-Dating. Das kann Tinder sein, die einfachste und wohl beliebteste Lösung, aber in den unendlichen Weiten des World Wide Web existieren unzählige Möglichkeiten. Es gibt Singlebörsen, auf denen man angeblich besonders gebildete oder besonders wohlhabende Alleinstehende treffen soll, andere sind eigens auf bestimmte Religionen, Regionen, politische Ansichten, Hobbys oder Vorlieben zugeschnitten.

Meine Erfahrungen mit Online-Dating sind wenige an der Zahl und zu hundert Prozent ernüchternd. Aber immerhin: Das alles funktioniert relativ bequem, halbwegs anonym, man muss das Haus nicht verlassen, niemandem in die Augen sehen und kann sich aus dem Staub machen, sobald es unangenehm wird. Und das alles kostenlos. Allerdings nicht immer: Es gibt Dating-Plattformen, die für ihre Nutzung einen Mitgliedsbeitrag verlangen. Und es gibt Seiten, auf denen nur Männer zahlen müssen.

Gleiche Regeln für alle? Manche Datingsites lassen die Männer zahlen

Als ich neulich auf eine solche Singlebörse stieß (ja, auch ich will nicht allein sterben ...), konnte ich es kaum glauben. In einer Zeit, in der alle über Diskriminierung, political correctness und Chancengleichheit diskutieren, wälzen die Betreiber solcher Dating-Plattformen die finanzielle Last komplett auf ein Geschlecht ab. Frauen dürfen sich kostenlos anmelden und alle Funktionen nutzen. Gender Pricing einmal anders herum. Das hielt ich für ziemlich dreist, auf Deutsch gesagt fühlte ich mich als Mann ziemlich verarscht.

Wahrscheinlich habe ich mit diesem Absatz schon den Zorn aller Feministinnen auf mich gezogen. Aber es geht ja nicht darum, in Abrede zu stellen, dass Frauen an vielen Stellen benachteiligt werden. Das ist so, das ist auch schlimm so – aber das macht es nicht besser. Es geht noch nicht einmal darum, dass die Preise für solche Angebote derart hoch wären, dass sie sich nur Großverdiener leisten könnten. Eigentlich geht es ums Prinzip: Gleiche Regeln für alle, so schwer kann das doch eigentlich nicht sein.

Ungerecht – oder sogar ein Vorteil für Single-Männer?

Nach dem ersten ungläubigen Staunen überlegte ich: Wie kommt man zu solch einer offensichtlichen Ungleichbehandlung? Und warum ist so etwas eigentlich erlaubt? Womöglich befürchten die Betreiber solcher Seiten, dass sich bei frei zugänglichen Dating-Plattformen zu viele Idioten registrieren, die dort Frauen belästigen oder schlimmeres. Auch hier sei zur Sicherheit gesagt: Wahrscheinlich sind es tatsächlich meistens Männer, die unangenehm auffallen – obwohl es auch Frauen gibt, die zum Stalking neigen. Auch das ist nicht zu entschuldigen. Aber ich habe keine Lust, wegen einiger Arschlöcher, mit denen ich nichts zu tun haben will, unter Generalverdacht gestellt zu werden.

In Online-Foren und auch unter meinen Freunden, die teilweise selbst auf kostenpflichtigen Plattformen unterwegs sind, sind die Meinungen zu dem Thema gespalten. Einige Männer regen sich ebenso wie ich über die ungerechte Behandlung auf. Andere sehen die Angelegenheit ganz locker. "Dann sind eben mehr Frauen da, das ist doch gut für uns", meint einer meiner Freunde.

Gerichtsurteil: Auch wenn nur Männer zahlen müssen, ist es keine Diskriminierung

Genauso argumentieren auch die Admins einer Seite, die ich angeschrieben habe und von denen ich wissen wollte, wie sie eigentlich ihre Preispolitik begründen. Auf der Seite dürfen sich Männer zwar kostenlos anmelden, um Nachrichten zu schreiben, müssen sie aber bezahlen. So komme mehr Kommunikation zustande, was auch ein Vorteil für männliche User sei.

Nun gut, das mussten sie auch antworten, um sich rechtlich nicht angreifbar zu machen. Tatsächlich nämlich wurde das Geschäftsmodell gerichtlich bestätigt. Grundsätzlich sind geschlechtsspezifische Preisunterschiede zwar verboten. Eine Ausnahme bildet aber ein sogenannter "sachlicher Grund". Der liegt hier vor, hat das Amtsgericht Gießen 2011 entschieden, weil so mehr Frauen auf die Seite gelockt werden. Daraus entstehe ein Vorteil für die Männer. Ginge es darum, Männer von der Plattform fernzuhalten, wäre es wiederum Diskriminierung.

In dem Fall hatte ein Mann geklagt, der nicht einsehen wollte, dass er auf einer Plattform für die Premium-Mitgliedschaft, die Frauen kostenlos bekamen, 99 Euro zahlen sollte. Ich kann ihn verstehen. Bekanntlich ist nicht alles, was legal ist, auch gerecht.

Ein Mann und eine Frau liegen unter einer weißen Bettdecke und küssen sich innig
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(