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sexbewusst-header-img #SEXBEWUSST Die neue NEON-Serie für junge Frauen und alle, die sich sonst noch dafür interessieren

NEON-Reihe #sexbewusst: Mysterium weibliche Ejakulation: Können alle Frauen squirten?

Frauen können ejakulieren: Das wussten schon die alten Griechen. Aber was für eine Flüssigkeit ist das weibliche Ejakulat und können eigentlich alle Frauen squirten?

Squirten

Männer ejakulieren, das ist kein Geheimnis. Aber wie sieht es eigentlich mit Frauen aus? Um das Phänomen des Squirtens, auch weibliche Ejakulation, ranken sich seit jeher Fragen. Manche Frauen ejakulieren nur wenige Tropfen, andere mehrere Milliliter oder sogar noch mehr. Die Flüssigkeit kommt dabei nicht aus der Vagina, sondern wahrscheinlich aus zwei Drüsen, die neben der Harnröhre liegen.

Es gibt Kulturen, in denen die Ejakulation der Frau fester Teil der traditionellen Liebeskunst ist. In Ruanda heißt es "Kunyaza" und gilt als Liebestechnik, die ein Liebhaber erlernen kann.

Wann passiert das?
Die meisten Frauen ejakulieren, wenn sie bereits sehr erregt sind. Wird dann die G-Zone im vorderen Bereich der Vagina heftig stimuliert, kann es zum Erguss kommen. Es ist keine Performance zur Erregung des Mannes, wie manche Pornos es vermuten lassen, sondern lediglich eine körperliche Reaktion.

Wie fühlt sich das an?
Viele Frauen beschreiben, dass sie beim Squirten einen Orgasmus erleben. Allerdings gilt für die weibliche Ejakulation das gleiche wie für die männliche: Erguss und Orgasmus sind unterschiedliche Phänomene und können unabhängig voneinander erlebt werden.

Kann das jede Frau?

Umfragen zufolge haben es etwa 40 bis 50 Prozent der befragten Frauen schon einmal erlebt. Diese Frauen stammen aus allen Altersgruppen. Ob wirklich jede Frau das Ejakulat erzeugen kann, ist fraglich. Denn was anatomisch dabei passiert, ist noch nicht ganz klar.

Woher kommt die Flüssigkeit? 
Es gibt unterschiedliche Arten von Ejakulat: Die Farbe kann milchig weiß, klar oder auch hellgelb sein. Und sie ist geruchsneutral.

#1 Drüsen
Flüssigkeit in der Scheide wird bei der Erregung zum einen durch Drüsen produziert. Neben der Vagina liegen die Bartholin-Drüsen. Neben der Harnröhre Skene-Drüsen, die mit der weiblichen Prostata verbunden sind. Hier entsteht wahrscheinlich ein Teil des Ejakulats.

#2 Blut
Die Vagina wird bei Erregung stärker durchblutet. Aus Blutgefäßen im Gewebe wird Flüssigkeit in die Scheide abgegeben. (Transudation) 

Es könnte sein, dass dieser Prozess nicht nur in der Scheide, sondern auch im Gewebe um die Harnröhre stattfindet.

Urin oder Prostata-Flüssigkeit?

Ein wenig Licht in das Mysterium hat diese Studie gebracht: Sieben Frauen, die ejakulieren, wurden mit einem Ultraschallgerät untersucht. Bevor sie begannen sich zu berühren, war ihre Blase leer. Kurz vor der Ejakulation war sie allerdings bei allen wieder etwas gefüllt. Nach dem Erguss war sie wieder leer.

Eine mögliche Erklärung: Während der Erregung entsteht Flüssigkeit im Becken, die in die Blase gelangt. Die Analyse der Flüssigkeit der Frauen im Ultraschall ergab: Bei zwei Probandinnen handelte es sich um Urin, bei den fünf anderen um Prostata-Flüssigkeit. 

Möglich ist also, dass während der Erregung bei Frauen Flüssigkeit im Becken gebildet wird – manche Frauen scheiden diese aus, andere nicht. 

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