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Kolumne

Die NEON-Singles – Gemeinsam einsam: Wieso fällt es Single-Männern so viel leichter, allein zu sein?

In der Kolumne "Gemeinsam einsam" schreiben NEON-Singles über Tücken, die das ledige Leben mit sich bringt. Heute fragt sich unsere Autorin, wieso es Männern so viel leichter zu fallen scheint, auch alleine glücklich zu sein. 

Glücklicher Mann

Sind Single-Männer freier? (Symbolbild)

Unsplash

Ich glaube, ich habe etwas begriffen. Es geht um unabhängige, freiheitsliebende und vor allem glückliche Single-Männer in meinem Umfeld. Zugegeben: Das sind oft auch Männer, die nicht mit mir zusammen sein wollten. Es ist nicht nur so, dass dieser Umstand offensichtlich meinem Ego zusetzt. Ich kann es durchaus akzeptieren, dass sich jemand nicht unsterblich in mich verliebt hat, vor allem, wenn offen und ehrlich damit umgegangen wurde. Aber: Nach jedem Korb finde ich mich in der gleichen Situation wieder. In einer Art Tal der Ablehnung.

Ich erwische mich dabei, zu vergleichen: Wieso sind diese Männer so vorfreudig, glücklich, frei? Sie füllen ihr Leben mit Zielen und Träumen, mit Hoffnung und ganz banal gesprochen: mit Reisen, Karrieremöglichkeiten, Bekanntschaften und der Ruhe, die von einem auf der Couch gelesenen Buch ausgeht. Und machen sich dabei völlig unabhängig von allen um sie herum. Diese Typen wollten keine Beziehung. Wirklich nicht. Und zwar nicht aus Angst vor Liebe oder so – auch wenn wir die vielleicht alle ein bisschen haben.

Kennen Männer diese Einsamkeit nicht?

Meine Niedergeschlagenheit scheint also einen Grund zu haben: Ich fühle mich ihnen unterlegen. Im Vergleich schwach. Gelähmt davon, in meiner Einsamkeit eine gewisse Leere zu empfinden, die sie nicht zu kennen scheinen.

Ich glaube, meine Einsamkeit rührt von einer Lücke, die nach meiner Trennung entstanden ist. Da war eine klaffende Wunde und es war völlig in Ordnung, diese Schmerzen zu fühlen, gerade, wenn man bemerkte, dass die Lücke nicht ohne weiteres wieder zu schließen war.

Aber: Zu leiden, weil man einen Menschen verloren hat, war in Ordnung. Nicht in Ordnung war, sich leer zu fühlen, weil man alleine war. Dass der Trennungsschmerz Zeit brauchen würde – geschenkt. Nur empfand ich, gerade als Frau, hohen Druck, schnell wieder "jemanden zu finden". Irgendwie lebte mir die Welt vor, dass ich sonst nicht komplett wäre. Kein Wunder also, dass ich mich unvollständig, dysfunktional fühlte. Selbst meine Eltern hatten das Bild im Kopf, dass als Single kein vollwertiges Leben möglich sein konnte. Indoktriniert und gefoltert von dieser Annahme, die ich seit Kindheitstagen von meiner Familie, aus Filmen und Büchern kannte, kam ich mir wertlos vor.

Wer dieses Gefühl so nicht zu kennen scheint, sind die besagten Single-Männer in meinem Leben. Bei ihnen kann ich mir, im Gegensatz zu meinen (inzwischen nur noch wenigen) Single-Freundinnen, abschauen, wie befreiend ein Leben als Single sein kann.

Erlauben wir uns einfach nicht, alleine glücklich zu sein?

Von Männern und Frauen in Beziehungen höre ich oft den Ratschlag, die "Zeit allein" zu genießen. Von Single-Frauen höre ich diesen Ratschlag selten. Von Single-Männern höre ich ihn ohne Ausnahme. Die Gesellschaft hat es Männern anscheinend besser beigebracht, die Freiheit und Unabhängigkeit in einer Lebensphase ohne Beziehung zu füllen. Diese Erkenntnis kam vor ein paar Wochen – in Form einer Frau. 36 Jahre alt. Single seit zehn Jahren. Ihr Worte lösten einen Aha-Effekt in mir aus: "Single-Sein bringt eine Offenheit mit sich, die wir uns oft nicht erlauben, zu genießen, weil uns beigebracht wurde, dass 'offen' auch 'leer' bedeutet. Aber ich bin nicht leer und du auch nicht", sagte sie.

Single-Sein bietet meiner lebensgestalterischen Freiheit mehr Möglichkeiten, als ich zulasse. Immer fühle ich mich unter Zwang, Menschen kennenzulernen, es mit jemandem "zu versuchen", "jemanden zu finden". Das ist anstrengend und hat am Ende wenig mit mir als Person zu tun. So kann ich nicht tun, was ich will, sondern reagiere auf den sozialen Druck, mein Glück doch nun endlich MIT JEMANDEM zu finden. Und dann ist man ja bekanntermaßen für immer glücklich.

Ich will diese Offenheit fühlen, die meine männlichen Single-Freunde so erfüllt. Übrigens möchte ich nicht behaupten, dass Frauen diese Offenheit und dieses Glück als Single nicht fühlen können. Ich glaube nur, dass wir einen erschwerten Zugang dazu haben. Frauen werden oft bemitleidet, wenn sie keinen Partner haben. Männer werden für diese Unabhängigkeit immer noch viel öfter gefeiert. Und von diesem Gedankengang müssen wir weg.

Ich bin hoffnungsloser Romantiker. Und werde das vermutlich auch immer bleiben. Das heißt aber nicht, dass ich nicht auch alleine glücklich sein darf. Ganz ohne eine Leere zu fühlen.

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hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(