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NEON-Reihe "Bin ich schön?": Dicke Models? "Die Leute identifizieren sich am Ende doch lieber mit einer schlanken Person"

Ist das, was wir sehen, das, was wir wollen? Die Werbebranche bestimmt unser Bild von einer schönen Frau. Aber wie entsteht das? In der neuen Folge des NEON- Podcasts "Bin ich schön?" beleuchten wir die positiven und negativen Seiten der Schönheitsindustrie.

Medien beeinflussen unser Schönheitsideal. Wir werden, egal wo wir hinschauen, meist von schönen weißen Frauen angelächelt, vor allem auf Werbeplakaten. Eine, die entscheidet, wer darauf zu sehen ist, ist Marie Chardin. Sie ist Senior Content Manager bei dem Onlineversandhandel About You und ist dafür zuständig, Models für Fotoshootings auszuwählen. Sie lässt also die Bilder entstehen, die wir Konsumenten am Schluss zu Gesicht bekommen. Schaut man sich den Instagramkanal der Firma an, merkt man schnell, dass das Frauenbild wenig divers ist: Zu sehen sind dünne große Frauen, mit langen Haaren, fast ausschließlich weiß. Also genau die Repräsentation von Frauen, die die Body-Positivity-Bewegung als zu einseitig ansieht. Damit wird Marie in "Folge 3: Schönheit ist mein Kapital" konfrontiert.

Der Druck der Branche auf Models und Mädchen

Außerdem war und ist Marie selbst Model. Mit 15 wurde sie von zwei Frauen einer Modelagentur angesprochen. Das war zu einer Zeit, von der sie selbst sagt, dass sie ihren Körper selbst nicht ganz verstanden hat. "Ich stand manchmal unter Druck auf Shootings, gerade am Anfang", erzählt sie. Heute hat sich der Markt und die Auswahl der Models laut Marie gewandelt. Frische sei wichtig, Einzigartigkeit. Und trotzdem weiß sie: "Die Leute identifizieren sich am Ende des Tages doch noch lieber mit einer schlanken Person". Warum sie allerdings erste Ansätze einer Veränderung in der Branche sieht, aber eben nur ganz, ganz langsam, hört ihr in dieser Folge.

Nur eine Art von Körper, als Inbegriff der Schönheit

Body-Acceptance-Coach Kristina Bruce sagt, dass genau diese einheitliche Repräsentation von Frauen in der Werbung ein Problem in der Beautybranche sei. Zusätzlich sei der hohe Status, den wir Models zuweisen problematisch. "Indem wir Models einen Promi-Status verleihen, wird der Gesellschaft vermittelt, wie wichtig und erstrebenswert es ist, dieses Schönheitsideal zu erfüllen. Ich glaube, der Ausweg aus dieser Situation ist, diese Jobs, die auf dem Aussehen basieren, für alle Körperformen zu öffnen und sich immer wieder zu fragen: Ist Aussehen wirklich das wichtigste in unserer Kultur?", sagt Bruce.

Einen kleinen Einblick in den Teil der Schönheitsindustrie, der tatsächlich auch für uns Normalbürger zugänglich ist, gibt uns Sophie Brunner. Sie ist Stylistin und erzählt in der zweiten Hälfte des Podcasts von ihrem Alltag im Salon. Man könnte sagen, sie ist eine Type und sticht aus der Menge schon ein bisschen heraus: Sie ist stark tätowiert und kann auch darüber einiges erzählen.
 

Noch Fragen?

Dir brennen nach der Folge tausende Fragen unter den Nägeln? Dann schreib mir - erzähl mir von deinen Erfahrungen mit dem Thema! Easy Peasy per Mail an binichschoen@neon.de

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Schönheit im Lauf der Geschichte