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NEON-Reihe "Bin ich schön?": Macht Geld schön? - So funktioniert unser Schönheitsideal

Jung und dünn - das ist unser Schönheitsideal, ob wir das gutheißen oder nicht. Wie ein Schönheitsideal entsteht und was "schön" überhaupt bedeutet, klären wir in der neuen Folge vom NEON-Podcast "Bin ich schön?".

Was bedeutet "schön" eigentlich? Gar nicht so leicht zu beantworten. Ich persönlich finde optisch schön, wenn jemand besonders aussieht, Sommersprossen zum Beispiel liebe ich. Mit der Textilkünstlerin und Influencerin Paula Kunkel spreche ich in dieser Podcast-Folge über unser subjektives Empfinden von Schönheit. Was objektiv als schön gilt, verrät mir in "Folge 2: Was ist schön?" außerdem Martin Gründl, er ist Attraktivitätsforscher. Ja, dieses Studiengebiet gibt es wirklich!

Die Wissenschaft der Schönheit

Er hat mir zum Beispiel erzählt, dass wir quasi genetisch vorprogrammiert sind: Wir finden junge, gesunde und besonders männlich oder weiblich aussehende Menschen attraktiv. Weil wir stark auf Reproduktion gemünzt sind. Es gäbe, so Gründl, keine Aufzeichnungen über eine Gesellschaft, in der spezifisch alte Menschen als attraktiv gelten. Für mich hat das im Gespräch viel Sinn ergeben: Unterbewusst will unser Körper eben nichts lieber, als sich fortpflanzen, deshalb fühlen wir uns von einem Partner zum Baby-Zeugen auch am meisten angezogen. Und das sind nun mal Menschen, die jung und gesund sind und eben geschlechtsspezifische Merkmale haben. Bei Frauen sind das beispielsweise kindliche Merkmale: volle Lippen, ein zierliches Kinn. Als besonders männlich werden ein markanter Kiefer und Kinn angesehen.

Männer dürfen altern

Damit erklärt sich auch schnell, dass wir als Gesellschaft Männern das Altern eher verzeihen - ganz schön unfair. "Bei Frauen ist Schönheit mehr an Jugendlichkeit gekoppelt", sagt Gründl. Denn Männer können sich länger fortpflanzen als Frauen. Dazu kommt, dass auch unsere oft patriarchalisch geprägte Gesellschaft ein Wort mitredet. Generell ist laut Gründl festzustellen, dass Wohlstand zu Attraktivität führt. Ein schlanker Körper sei in den westlichen Industrienationen mit einem hohen Status konnotiert, "ärmere Menschen sind bei uns in den westlichen Industrienationen statistisch gesehen eher dickleibiger." Fett hat seinen früheren Informationswert als Statussymbol verloren. Heute konnotieren wir mit "fett" Eigenschaften wie Faulheit oder eine ungesunde Lebensweise.

Die Folgen von Schönheit

Das sind also erstmal die wissenschaftlichen Fakten. Ja gut, könnte man jetzt denken, sehe ich persönlich nicht so. Auch Martin Gründl sagt, Schönheit sei immer subjektiv, er könne nur herausfinden, was statistisch in einer Gesellschaft als schön gilt. Das diese Faktoren, die uns schön machen aber auch Auswirkungen auf unser Leben in der Gesellschaft haben, ist erwiesen: Schöne Menschen haben Vorteile - und zwar nicht zu knapp. Attraktive Babys bekommen laut Gründl mehr Zuneigung von ihren Müttern, im Kindergarten haben attraktive Kinder mehr Freunde und attraktive Menschen werden sogar vor Gericht häufiger freigesprochen, um nur einige zu nennen.

Was Paula und ich schön finden und welche Erfahrungen wir gesammelt haben hörst du auch in "Folge 2: Was ist schön?" Kleiner Spoiler - Paula sagt: "Schönheit ist ein heißer Furz, wenn du keine Ausstrahlung hast." Was sie damit meint hört ihr im Podcast.

Noch Fragen?

Dir brennen nach der Folge tausende Fragen unter den Nägeln? Dann schreib mir - erzähl mir von deinen Erfahrungen mit dem Thema! Easy Peasy per Mail an binichschoen@neon.de

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