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Big Shaq – "Man's not hot" Wie ein "Skrrrahh! Pap, Papa, Ka-Ka-Ka" die Musikwelt aufmischt

Der Comedian Michael Dapaah ist in seinem Musikvideo zu "Man's not hot" zu sehen
Der Auftritt von Comedian Michael Dapaah beim Radiosender BBC 1 hat ihn über Nacht zum Internet-Star gemacht. Nun mischt er auch noch die Musikwelt auf. 
© Michael Dapaah/YouTube
Eigentlich ist der Brite Michael Dapaah Comedian. Doch ein Auftritt beim Radiosender BBC 1 machte ihn über Nacht zum Internetstar. Nun mischt er mit seinem Song "Man's not hot" die Musikwelt auf. 

Vom Niemand zum Star. Nirgendwo sonst, außer in den sozialen Netzwerken, ist das in so kurzer Zeit möglich. Eben hat man noch ein lustiges Foto aufgenommen, bei Instagram gepostet und im nächsten Moment ist es ein viraler Hit – ein Meme. So ähnlich war's bei Michael Dapaah.

Der 26-jährige Brite ist eigentlich Comedian und veröffentlicht bei Instagram und Youtube kleine Sketche, für die er in die Rollen unterschiedlicher Charaktere schlüpft. Er spielt beispielsweise einen Parkwächter, der denkt, er würde für den britischen Geheimdienst MI6 arbeiten; einen Uber-Fahrer, der für jede Lebenslage den richtigen Ratschlag hat, und Big Shaq, ein Möchtegern-Rapper, der gerne erfolgreich wäre. Das macht er nun seit mehreren Jahren mäßig erfolgreich – bis er durch einen Aufritt bei BBC Radio 1Xtra Ende August auf einmal zum Internetstar wurde.

"Das Ding geht skrrrahh! Pap, Papa, Ka-Ka-Ka! …"

"Fire in the Booth" heißt die Radiosendung, in der Dapaah zu Gast war. Dort treten normalerweise Rapper auf und freestylen – also rappen auf einem Beat, ohne einen Text zu haben. Genau das machte der Comedian als sein alter Ego Big Shaq: "Zwei plus zwei sind vier, minus eins gleich drei, schnelle Mathematik", war sein erster Reim. Dann ahmte er plötzlich Waffenschüsse nach: "Das Ding geht skrrrahh! Pap, Papa, Ka-Ka-Ka! Skidiki-Pap-Pap! Und pu-pu-drrrr-Boom!"

Vor allem um diese letzte Zeile entstand ein Hype. Tausendfach wurde der Ausschnitt bei Twitter und Instagram geteilt und geliket. Einige Zuschauer wurden sogar richtig kreativ und bauten daraus Memes. Twitter-User DolanDark postete zum Beispiel ein Video des vorerst letzten Glockenspiels des Big Ben, der Uhrenturm wird derzeit renoviert. Doch statt des berühmten Klangs waren in dem bearbeiteten Clip der BBC die "Geräusche" von Big Shaq zu hören. 

Mit dieser Art Ehrbezeugung hatte Dapaah nicht gerechnet. Er wusste seinen schnellen Ruhm auszunutzen, indem er die Lyrics seines Freestyle-Raps noch einmal aufnahm und Ende September als Single unter dem Titel "Man's not hot" veröffentlichte: der nächste Geniestreich. Denn seit sechs Wochen steht er damit in den Top 100 der UK-Single-Charts. 

"Man's not hot" hat bereits 35 Millionen Klicks auf Youtube

Jedem gefällt die Nummer allerdings nicht. Vor allem Basketball-Legende Shaquille O’Neal fühlte sich von dem Künstlernamen "Big Shaq" angegriffen. Das ging so weit, dass der vierfache NBA-Champion einen eigenen Disstrack produzierte: "Es gibt eine Menge Leute, die sich nach mir benennen. Shaquille. Shaq. Aber denkt dran, es gibt nur einen Shaq: mich", heißt es darin unter anderem. 

Wirklich geschadet hat das dem Erfolg des Comedian nicht. Ganz im Gegenteil, seitdem vor zwei Wochen auch noch ein Musikvideo dazu bei Youtube erschienen ist, wurde der Hype um "Man's not hot" noch größer. 35 Millionen haben es sich bislang angeguckt. Es werden wahrscheinlich noch einige mehr. 

Big Shaq – "Man's not hot": Wie ein "Skrrrahh! Pap, Papa, Ka-Ka-Ka" die Musikwelt aufmischt

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