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Atlanta: Mathematik-Professor nimmt Studenten das Baby ab und wird zum Helden

Studium und Baby sind leicht unter einen Hut zu bekommen? Nix da. Manchmal ist einfach niemand da, der auf das kleine Kind aufpassen kann. Was dann? Ein Student aus Atlanta musste seine Tochter mit in den Hörsaal nehmen – und erlebte eine Überraschung.

Es gibt viele Menschen, die der Meinung sind, das Studium sei die beste Zeit, um Kinder zu bekommen: flexible Zeiten, keine Anwesenheitspflicht, viel Freizeit ... Was aber tun, wenn der Babysitter abspringt, die Uni keine Kinderbetreuung anbietet und man dringend zu dieser wichtigen Vorlesung gehen muss? Da ist ein Baby dann doch ein kleines Problem – außer man hat so viel Glück wie dieser Student aus Atlanta. 

So einen Professor wünscht sich jeder Student

Der junge Vater konnte niemanden finden, der auf seine kleine Tochter aufpassen konnte, also musste er sie mit zum Unterricht bringen. Ganz schön riskant, schließlich fängt so ein kleines Kind gerne mal an zu schreien. Umso besser, wenn man unverhofft Hilfe im Hörsaal bekommt: Sein Mathematik-Professor Nathan Alexander springt spontan als Babysitter ein. Und das mitten in der Vorlesung. Er schnallt sich die Kleine einfach mit einem Tragegurt vor die Brust. "Ich werde sie halten, dann kannst du besser deine Notizen machen", wird der Professor von einem anderen Studenten, der die Story auf Twitter mit einem Foto geteilt hat, zitiert. 

Unter dem Foto, auf dem man den Professor mit dem umgeschnallten Baby vor der Tafel stehen sieht, sammeln sich zahlreiche Kommentare, darunter auch Anekdoten von (ehemaligen) Studenten, die ebenfalls während ihrer Studienzeit schon Eltern und damit auf die Unterstützung ihrer Dozenten angewiesen waren. "Ich war verheiratet, bevor ich meinen Abschluss hatte und hatte Zwillinge während meines Doktors", schreibt eine Userin. "Ich bin jetzt nur an der Fakultät, weil mich mein Mentor unterstützt hat. Danke für das hier."

Die Twitter-User sind sich einig: So einen Prof wünscht sich jeder Studierende mit Kind. Auch der Professor selbst meldet sich unter dem Post zu Wort: "Danke! Ich weiß die Liebe zu schätzen! #Mathematik" Und auch wir finden: Es sollte mehr so verständnisvolle Menschen wie Nathan Alexander geben. Besonders in Deutschland. Vielleicht hätten die jungen Leute dann auch wieder mehr Lust, Kinder zu bekommen.

Auslandsstudium
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