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Stuttgart testet "Gum-Wall": Eklig oder genial? Ausgelutschte Kaugummis sollen an diese Wand geklebt werden

In Stuttgart möchte man keine Kaugummis mehr von den Böden der Nahverkehrs-Haltestellen kratzen müssen. Ein neuer Automat, die sogenannte "Gum-Wall", soll dabei helfen.

Gum-Wall in Stuttgart an einer Haltestelle um Kaugummimüll zu reduzieren

Kaugummis sollen künftig nicht einfach ausgespuckt, sondern "mit Fun-Faktor" entsorgt werden 

DPA

Nein, es ist keine neue schwäbische Art zu sparen. Stuttgarter sollen nicht etwa angelutschte Kaugummis zu Ende kauen. Doch sparen möchte der örtliche Nahverkehrsbetreiber schon, nämlich an den Reinigungskosten für die Bahnsteige. Dort kleben zuhauf alte Kaugummis, die zum einen sehr unansehnlich, zum anderen aber vor allem schwer zu entfernen sind. Eine Wand für Kaugummis soll nun Abhilfe schaffen.

Wie zuerst die "Stuttgarter Zeitung" gemeldet hatte, sollen an zunächst fünf Haltestellen im Stadtgebiet die sogenannten "Gum-Walls" aufgestellt werden. Sie bestehen aus einem Metallkasten, welcher mit bedrucktem Papier versehen ist. Auf das Papier sollen von den Passanten Kaugummis geklebt werden, statt diese etwa einfach auf den Bahnsteigen selbst zu entsorgen.

Entsorgung mit "Fun-Faktor"

Einige hochfrequentierte Haltestellen böten sich für einen Feldversuch an: "Wir können dort gut überprüfen, ob das tatsächlich etwas bringt", wie Birgit Kiefer von der Stuttgarter Straßenbahnen AG der "Stuttgarter Zeitung" sagte.

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Die Kaugummis sollen also nicht einfach ausgespuckt werden, sondern ordentlich "und mit Fun-Faktor" entsorgt werden – indem man sie "im Vorbeigehen einem der 50 lustigen Gesichter mitten ins Lachen drückt", wie Klaus Götz, ein Sprecher des Herstellers Schnabel Elektrotechnik, betont.

Ist einer der feuerfesten und wasserabweisenden Papierbögen voll, werde ein neuer angebracht. Bis zu 100 Plakate befinden sich im Inneren des Behälters. Wahlweise könnten die ausgekauten Kaugummis auch einfach in die untere Box der Gum-Wall geworfen werden.

Weniger Kaugummireste am Flughafen

Erste Erfahrungen mit den Geräten wurden bereits in Bad Cannstatt sowie am Stuttgarter Flughafen gemacht. Dort sei die Verschmutzung bereits zurückgegangen, wie Johannes Schumm, Pressesprecher des Stuttgarter Flughafens, mitteilte.

Auch Frankfurt, Duisburg sowie Städte in Dänemark und den Niederlanden nutzen die "Gum-Wall" bereits. Im Schnitt würden bis zu 60 Prozent weniger Kaugummis auf dem Boden landen, sagt Klaus Götz. Je ekliger es vor Ort aussehe, "desto sensibilisierter werden die Menschen."

Quellen: Stuttgarter Zeitung / Gum-Wall

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